Zahl der Straftaten gesunken, Bürger leben sicher

Hauptkommissar Arthur Stotz erläutert dem Dettinger Gemeinderat die Zahlen fürs vergangene Jahr. Aufklärungsquote lag bei 52 Prozent.

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Die Polizei ist mit ihren Streifenwagen in Dettingen präsent. Das verstärkt das Sicherheitsgefühl der Bürger. Foto: Archiv/Thomas Kiehl  Foto: 

Dettingen ist eine extrem sichere Gemeinde. So lautete das vorweggenommene Fazit von Polizeihauptkommisar Arthur Stotz, der dem Gemeinderat die Kriminalitätsstatistik fürs vergangene Jahr erläuterte. 2014 wurden nach seinen Ausführungen 410 Fälle registriert, davon wurden 206 aufgeklärt – was eine Aufklärungsquote von rund 50 Prozent ausmacht. Im vergangenen Jahr waren es 300 Fälle, von denen 157 aufgeklärt wurden. Die Quote stieg somit auf etwa 52 Prozent.

Nicht Besorgnis erregend

Die so genannte Kriminalitätsbelastungsziffer lag in Dettingen bei 3234 – was ein extrem guter Wert ist, so Stotz. Im Landesdurchschnitt lag diese Zahl – die hochgerechnet aussagen soll, wie viele Straftaten pro 100 000 Einwohner anzutreffen sind – bei 5761.

Im Vergleich dazu die Ziffer aus dem Polizeipräsidium Reutlingen (was ja seit der Reform die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Esslingen umfasst): Hier lag bei 46 500 Straftaten die Kriminalitätsbelastungsziffer bei 4589. Unter den in Dettingen 300 registrierten Fällen fand sich nach den Worten von Arthur Stotz fast alles, was man sich denken kann (aber glücklicherweise kein Mord): 55 Diebstähle, 44 Mal schwerer Diebstahl, neun Wohnungsdiebstähle. Im Vergleich zu den Filder-Gemeinden, sagt Stotz, sei diese Zahl verschwindend gering. Die Kommunen im Großraum Stuttgart müssen mit weit mehr als 100 Einbrüchen leben, nicht zuletzt, weil Kriminelle von dort aus schnell auf Bundesstraßen und Autobahnen gelangen.

Die Einbruchquote in Dettingen stuft Stotz denn auch als „nicht Besorgnis erregend“ ein. Das gelte aber nur für die Menschen, die nicht davon betroffen sind, wie auch Bürgermeister Michael Hillert betonte: „Wenn jemand Opfer eines Einbruchs wurde, sieht das natürlich ganz anders aus.“ Das unterstrich auch der Polizeihauptkommissar: „Wir legen ganz viel Herzblut da rein, um die Gemeinden noch sicherer zu machen.“

Gemeinderat Wolfgang Budweg sprach einen anderen Punkt an: „Wir mussten uns mit der Strukturveränderung hier im Ort erst mal anfreunden“, betonte der Fraktionsvorsitzende der CDU. Der Wegfall des Polizeipostens in Dettingen sei zunächst schmerzlich gewesen, aber: „Die Kontrolle durch Streifenwagen nach den Geschäftszeiten ist seitdem intensiver“, betonte Budweg. Und der Posten in Dettingen sei ja auch nur zu den Öffnungszeiten tatsächlich besetzt gewesen, danach sei überhaupt niemand mehr anzutreffen gewesen, wie Bürgermeister Hillert betonte. „Die Wunde des abgezogenen Postens ist verheilt, wir fühlen uns heute gut betreut.“ Das liege auch daran, so betonte Arthur Stotz, „dass die Polizei das Ohr ganz nah an der Bevölkerung habe“.

Andere Straftaten, die in der Ermsgemeinde registriert wurden? 41 Vermögens- und Fälschungsdelikte („da bereitet uns das Internet einige Sorgen“, so Arthur Stotz), 29 Mal Betrug, acht Unterschlagungen, 52 Sachbeschädigungen (98 im Jahr 2014), 33 Rauschgiftdelikte und einiges mehr. Unter den 110 Straftaten weniger waren laut Stotz im Vergleich zum Vorjahr 99 Diebstähle weniger. Grundsätzlich gelte: „Dettingen ist sicher“, so der Polizeibeamte. Besonders hervorgehoben hat Stotz die Zusammenarbeit in Dettingen mit den Schulsozialarbeitern: „Jeder Cent, der in diese Tätigkeit investiert wird, ist sein Geld wert.“

Nur untereinander

Erfreut zeigte sich Dieter Schweizer (UL) vom Umstand, „dass die Ängste in der Bevölkerung über eine Zunahme von Straftaten durch Asylbewerber nicht eingetroffen ist“. Wenn Flüchtlinge überhaupt strafrechtlich in Erscheinung getreten waren, so Stotz, dann nur mit Taten untereinander. „Wenn dem einen sein Essen nicht schmeckt, dann kann es in den engen Unterkünften schon mal zu Auseinandersetzungen kommen“, betonte der Polizeihauptkommissar.

Die Polizei hat im vergangenen Jahr 300 Straftaten registriert. Das sind gut 100 weniger als im Jahr 2014. In der Ermstalgemeinde lässt es sich demnach sicher leben.

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