Vier Mütter des Grundgesetzes

Die Ausstellung "Mütter des Grundgesetzes" zeigt Lebensbilder von vier Politikerinnen. Sie gelten als die Mütter des Grundgesetzes.

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Vom 8. bis zum 29. Oktober geht es im Haus auf der Alb um Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Diese vier Frauen trugen wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern bei.

Frida Nadig setzte sich energisch und unermüdlich ein für die gesetzliche Gleichstellung von Männern und Frauen, aber auch von unehelichen und ehelichen Kindern. Sie gehörte dem wichtigen Grundsatzausschuss des Parlamentarischen Rates an. Von 1949 bis 1961 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages.

Elisabeth Selbert war leidenschaftliche Juristin. Sie kämpfte lange und unermüdlich dafür, dass der Satz "Frauen und Männer sind gleichberechtigt" im Grundgesetz verankert worden ist. Sie setzte sich außerdem für ein unabhängiges Rechtswesen sowie ein unabhängiges Richteramt ein. Zu Recht gilt sie als Wegbereiterin des heutigen Bundesverfassungsgerichts.

Helene Weber war erste Ministerialrätin der Weimarer Republik, dann als gut vernetzte Politikerin im Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erarbeitet hat. Als Mitglied in den Ausschüssen für Wahlrechtsfragen und Grundsatzfragen hinterließ auch sie Spuren im heutigen Grundgesetz. Sie setzte sich für den Schutz von Ehe und Familie sowie für das Elternrecht ein. Außerdem war sie eine standhafte Verfechterin der Lohngleichheit von Frauen und Männern.

Helene Wessels beharrliches und unbequemes Engagement führte zur Festschreibung des Schutzes für Ehe und Familie im Grundgesetz. "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft", heißt es dort. Wie allen anderen war es auch Helene Wessels Anliegen, Frauen für Politik zu interessieren, sie dafür zu begeistern, sie für eine politische Laufbahn zu motivieren.

Schon damals haben es die vier Frauen auf den Punkt gebracht: "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin", wie es im Grundgesetz heißt.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist ab dem heutigen Mittwoch, 8. Oktober, im Haus auf der Alb zugänglich und während der Woche von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 16 Uhr zu besichtigen, an den Wochenenden von 9 bis 13 Uhr. Ausstellungsende ist am 29. Oktober. Der Eintritt ist frei.

SWP

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