Viele Helfer arbeiten Hand in Hand

Die Blutspendeaktion in Dettingen war wieder ein großer Erfolg, freute sich das Team des Deutschen Roten Kreuzes. 165 Personen meldeten sich in der Schillerhalle, darunter waren neun Erstspender.

|
Susanne Buchholz, Heiko Kästel und Hermann Haas in seiner DRK-Uniform aus den 1960er Jahren. Foto: Mara Sander

"Trotz Faschingstermin ein Spender mehr als letztes Jahr im Februar", freute sich Susanne Buchholz, Bereitschaftsleiterin der DRK-Ortsgruppe Dettingen. Sie hat mit ihrem Team von mehr als 20 ehrenamtlichen Helfern laufend zu tun, denn es gab weder Wartezeiten noch Leerlauf. Das Küchenteam hatte sich wieder viel Mühe gegeben mit dem kräftigenden Essensangebot von Kuchen bis Vesper nach der Blutspende. "Wir versuchen immer Abwechslung bei den Terminen zu haben", so der stellvertretende DRK-Bereitschaftsleiter Heiko Kästel. Doch allein mit Küchendienst ist es nicht getan für die ehrenamtlichen Helfer, die neben den beiden Blutspendeteams mit Ärzten im Einsatz sind. Sie erfassen zu Beginn alle wichtigen Daten und betreuen die Spender, begleiten sie nach der Blutentnahme zu einem Ruheplatz und haben ein wachsames Auge darauf, ob jemand vielleicht doch schwächeln könnte, weil er oder sie beispielsweise zu wenig vorher getrunken hat.

Ein halber Liter Blut und damit Flüssigkeit wird dem Körper ja entzogen, die wieder aufgefüllt werden sollte. Doch es passiert nur selten, dass jemand sich nicht wohlfühlt, und dann ist er in ausgebildeten Händen. Vorteil für die Blutspender ist, dass sie einen kostenlosen Gesundheitscheck und eine Blutanalyse erhalten. Die Erstspender erfahren so auch ihre Blutgruppe.

"Früher kamen meistens 250 bis 300 und auch mal mehr zu einem Termin, besonders Vereine", erinnert sich Hermann Haas an die Termine der 1960er und 1970er Jahre. Aber da galt auch noch, dass nur zwei Mal im Jahr Blut gespendet werden konnte, jetzt dürfen Männer bis zu sechs Mal und Frauen vier Mal im Jahr spenden, sodass im Prinzip die Spendenbereitschaft nicht so drastisch abgenommen hat wie es zunächst klingt. Der 84-jährige macht auch heute noch Helferdienst, und das in seiner Uniform von 1962, als er selbst noch im aktiven Dienst stand. Blut spenden darf er freilich nicht mehr, denn die Altersgrenze für Mehrfachspender liegt bei 71 Jahren.

Nachgelassen hat die Gruppenteilnahme von Vereinen, was das DRK-Teams sehr bedauert, denn wenn ganze Gruppen kommen, bringen sie meistens auch Erstspender mit, sodass der Kreis der Mehrfachspender wachsen kann, auch wenn langjährige Spender aus Altersgründen aufhören müssen. Eine gute Unterstützung ist es auch, wenn eine ganze Firma beschließt, gemeinsam an der Blutspendeaktion teilzunehmen. Besonders erfreulich war, dass die Freiwillige Feuerwehr Dettingen auch Helfer stellte, was die sehr gute Zusammenarbeit beider Organisationen zeigte. Sie arbeiten nicht nur im Notfall sondern auch bei speziellen Aktionen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Die letzten Tage der Bäckerei Sautter

Ein Traditionsbetrieb hört zum Monatsende auf. Aus Altersgründen, denn der Chef geht in Rente. Eine Nachfolge scheiterte, weil der Standort zu exklusiv ist. weiter lesen