Uhlandschule: Rat entscheidet erst im Mai

Der Dettinger Gemeinderat wird erst im Mai – nicht wie geplant schon im April - über die Zukunft der Uhlandschule entscheiden.

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Dettingen. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat haben gemeinsam vereinbart, die Beratung und Entscheidung über die Standortfrage der Grundschulen erst in der Sitzung am 21. Mai zu fassen und nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, bereits im April. Das teilt die Verwaltung mit. „Uns ist wichtig, dass wir die Entscheidung nicht zu weit in die Zukunft schieben, dennoch ausreichend Zeit für Austausch, Fragen und Anregungen aus der Bürgerschaft haben“, so Dettingens Bürgermeister Michael Hillert.

Auch die Bürger haben nun mehr Zeit, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und die Anregungen an den Gemeinderat bei der Gemeindeverwaltung abzugeben. Der Link auf der Homepage der Gemeinde ist bis Montag, 4. Mai, freigeschaltet. Auch schriftliche Anregungen werden bis zu diesem Zeitpunkt gesammelt und im Anschluss dem Gemeinderat für die öffentliche Sitzung am 21. Mai zur Verfügung gestellt.

Aus den Reihen der Zuhörer kam am Schluss der Bürgerversammlung der Wunsch nach einem Bürgerentscheid zu Klärung der Frage auf. Der Gemeinderat kann mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen aller Mitglieder beschließen, dass die Angelegenheit zur Frage für einen Bürgerentscheid aufbereitet wird. Die Kosten für die Ausrichtung eines Bürgerentscheids liegen nach Angaben der Verwaltung bei gut 9000 Euro.

Bereits im Jahr 2012 wurde von Seiten der Gemeindeverwaltung die Erstellung eines Gutachtens zur Brandschutzsanierung der Uhlandschule in Auftrag gegeben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 620.000 Euro, teilt Hauptamtsleiter Ralf Barth mit. Enthalten sind darin allerdings nur die offensichtlich und rasch zu behebenden Mängel im Bereich des Brandschutzes. Hinzu kommen Planungskosten und sämtliche Nebenkosten, die im Moment noch nicht abschließend beziffert werden können, da dies auch wesentlich von der späteren Nutzung des Gebäudes abhänge, so Barth weiter.

Vorsichtige Schätzungen von Seiten der Gemeindeverwaltung gehen allerdings von Kosten von rund 1,4 Millionen Euro aus. Vermutlich werden aufgrund umfassender Elektroarbeiten und Tragwerksarbeiten aber noch weitere Kosten auf die Gemeinde zukommen.

Auch die aktuellen Kostenschätzungen zum Um- und Anbau der Schillerschule kamen im Rahmen der Bürgerversammlung zu Wort. Im Rahmen eines ersten Entwurfs wurde von Seiten der Planer das Gesamtprojekt mit rund 30 Millionen Euro Gesamtkosten beziffert (wir berichteten). Diese Summe sei für die Gemeinde Dettingen nicht zu stemmen. Daher seien die Planungen so abgeändert wordent, dass aktuell von rund 16 Millionen Euro ausgegangen wird. Ohne Rücksprache mit dem Gemeinderat hält Bürgermeister Hillert aber auch diese Summe für schwer umsetzbar, so dass derzeit weiter an den Um- und Anbauplänen gearbeitet werde.

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