Über 60 Kaninchen

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Wer zur Jungtierschau kommt, der kann auch gut essen.  Foto: 

Kaninchen anschauen – oder essen: Die Bad Uracher Kleintierzüchter hatten für das Wochenende zur Jungtierschau mit Hasenessen eingeladen. 56 Einzeltiere und vier Familien – allesamt Kaninchen – waren am Wochenende beim Züchterheim der Kleintierzüchter in der Zittelstatt ausgestellt. „Man kann zufrieden sein“, kommentierte Organisator und Ausstellungsleiter Eckhard Fietkau die Ergebnisse der Züchter. Obwohl es eine Jungtierschau sei, deren Ergebnisse noch nichts für die Lokalschau im November aussagten, seien die Züchter ehrgeizig. „Jeder will das schönste Tier haben“, so Fietkau.

Am erfolgreichsten war er diesmal selbst: Mit einem Zwergwidder der Farbe weiß Blauaugen holte der Ausstellungsleiter den ersten Platz, mit einem Tier derselben Rasse in der Farbe wildfarben kam er auf Platz zwei. Den dritten Rang belegte ein Zwergwidder der Farbe thüringerfarbig von Manfred Fietkau.

Am Wochenende wollten nicht besonders viele Besucher die ausgestellten Jungtiere sehen. „Heute sieht’s besser aus“, sagte der Vereinsvorsitzende Emil Hölz am Sonntagmittag über die Zahl der Besucher. Am Samstag sei wenig los gewesen. „Es sind Hundstage, keine Hasentage“, ergänzte Eckhard Fietkau augenzwinkernd.

Wahrscheinlich hielt das heiße Wetter Menschen vom Besuch der Jungtierschau ab, sagte Fietkau. Manche Besucher kamen ihm zufolge nicht wegen der Ausstellung, sondern nur wegen des Hasenpfeffers und des Hasenbratens. Davon gingen am Wochenende rund 40 beziehungsweise gut 80 Portionen weg.

Für die Zukunft sieht der Züchter eher schwarz: Die Kleintierzucht sei „ein aussterbendes Hobby“, sagte er aus zwei Gründen: Zum einen müsse man sich jeden Tag um die Tiere kümmern. Im Urlaub helfen aber Nachbarn oder Verwandte gern beim Füttern der Tiere aus, so Fietkau. Zum anderen sei der jüngste Züchter im Verein Anfang 50, viele weitere seien über 70 Jahre alt.

Vielleicht bekommen die Kleintierzüchter ja doch noch neue Mitglieder: Am Donnerstag, 11. August, werden im Rahmen des städtischen Sommerferienprogramms bis zu 20 Jungen und Mädchen auf die Zuchtanlage kommen, um Fragen zu stellen und nach Herzenslust Tiere zu streicheln. sh

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