Träumen in Sansibar

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    Der Strand an Sansibars Ostküste gilt als Traumziel vieler Touristen. Foto: 
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Als die Schule ihre Türen schloss und meine Schüler frei hatten – Sommerferien über Weihnachten und Winterferien im Juni – nutzte ich die Zeit, um andere Teile Tansanias kennenzulernen.

Meine erste Reise, bei der ich gleichzeitig nach drei Monaten das erste Mal meinen Wohnort im Süden Tansanias verließ, führte mich nach Iringa, einer Stadt im Inneren des Landes. Dort angekommen, war ich geschockt und beeindruckt vom Kühlschrank in der Wohnung anderer Freiwilliger, den Fahrbahnmarkierungen auf der geteerten Straße, der Möglichkeit, Tunfisch in Dosen zu kaufen, und dem Anblick der ersten anderen Weißen, die meinen Weg kreuzten.

Folgt man der Straße von Iringa aus nach Osten, kommt man nach einem Tag in Daressalam, der größten Stadt des Landes, an. Wenn ich die Stadt in drei Worten beschreiben müsste, kämen mir als erstes die Begriffe „heiß, hässlich und gefährlich“ in den Sinn. Trotzdem hat Daressalam noch mehr zu bieten: große Markthallen und volle Straßen, alte Kolonialgebäude, beispielsweise Kirchen, deren Kirchenglocken deutsche Inschriften haben, aber auch Gedenktafeln für Gefallene des Zweiten Weltkriegs und einige Botschaften. Während die Deutsche gemeinsam mit einigen anderen europäischen Botschaften in einem weißen großen modernen Gebäudekomplex untergebracht ist, kann man bei einigen anderen Botschaften, die direkt daneben liegen, kaum noch die Namen der Länder auf den Schildern entziffern.

Von Daressalam aus erreicht man in zwei Stunden mit der Fähre Sansibar. Bereits beim Anlegen bietet sich ein toller Blick auf die Promenade Stown Towns. An besagter Promenade gibt es jeden Abend in den Forodhani Gärten, einer kleinen Grünanlage, einen Essensmarkt. Auf einem sonst freien Platz werden Grills und Stände aufgebaut, es duftet nach gegrilltem Fleisch, es gibt Fischspieße und Zanzibarpizza, und alles gemeinsam in Kombination mit Dunkelheit und Lichterketten versprüht ein angenehmes Flair.

Für mich war es zudem schön, durch die kleinen Gassen zurück zum Hotel zu schlendern und nicht wie sonst bei Dunkelheit ans Haus gebunden zu sein. Ein Bummel durch die kleinen Gassen Stown Towns lässt sich aber auch tagsüber sehr empfehlen – allein schon wegen der kunstvoll geschnitzten Türen.
Moscheen, ein arabisch angehauchter Baustil, dunkelhäutige Frauen, die Kopftuch tragen und gleichzeitig Suaheli sprechen, eine Sprache die ich in der Zwischenzeit ziemlich gut verstehe – diese Kombination lies Sansibar für mich einerseits ungewohnt und dennoch vertraut wirken.
Außerdem bieten die ehemaligen Gewürzinseln viele tolle Strände mit Palmen und türkisblauem Wasser. Von Stown Town aus passiert man bei der Fahrt dorthin New Zanzibar, wo im Vergleich zur Altstadt viel mehr Menschen wohnen, einige in vom „Bruderland“ gesponserten Plattenbauten.

Die meisten Touristen bereisen neben Sansibar den Norden Tansanias – sie wollen einmal den Kilimanjaro gesehen (der meistens in Wolken ist, von Kenia aus ist die Erfolgsrate höher) und eine Safari gemacht haben.

Für mich waren vor allem der höhere Lebensstandard und somit die Wohlsstandsunterschiede im Vergleich zum Süden des Landes auffällig. Tansania ist eben mehr als der Ausschnitt, den ich jeden Tag sehe.

Trotzdem, da ich Besuch hatte, stand auch eine Safari („Safari“ kommt aus dem Suaheli und heißt übersetzt eigentlich „Reise“) auf dem Programm. 
Neben unzähligen Tieren sind auch die Farbverläufe in der Landschaft, die je nach Tageszeit unterschiedlich sind, ein lohnenswerter Anblick.

Nichtsdestotrotz war meine Familie an dieser Stelle hauptsächlich von Elefant, Giraffe und Co. begeistert – ich genoss das Autofahren.

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