Stilvolle Gedanken für die letzte Ruhe

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Der Gemeinderat hat beschlossen, den Riedericher Friedhof zukunftsfähig umgestalten zu lassen.  Foto: 

Würden alle Überlegungen und Vorschläge von Landschaftsarchitekt Jörg Sigmund umgesetzt werden, müsste die Gemeinde Riederich alles in allem 550 000 Euro in die Entwicklung ihres Friedhofs investieren. Freilich könnte es im Endeffekt durchaus so weit komen, doch Jörg Sigmund hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats betont, dass es  natürlich sinnvoll sei, in einzelnen Schritten und Abschnitten vorzugehen. Doch sollte auch nur das Notwendigste umgesetzt werden, muss Riederich in die Infrastruktur und Neugestaltung des Friedhofs 300 000 Euro stecken.

Nachdem dem Gemeinderat in seiner Sitzung im Februar erste Überlegungen für die Neugestaltung und das mögliche künftige Angebot an Gräbern vorgelegt wurde, hat Landschaftsarchitekt Sigmund nun nachgelegt und weiterführende Ideen präsentiert. Denn die von ihm eingeschlagene Richtung kam zuvor bei den Räten gut an.

Derzeit sind auf dem Riedericher Friedhof 500 Grabstellen ausgewiesen. Bis zun Jahr 2031 müssten jedoch laut Sigmund 1000 Plätze geschaffen werden. „Eine verdichtung“, so der Landschaftsarchitekt, „ist auf dem Friedhof möglich, aber eventuell gar nicht notwendig, denn ist genügend Platz vorhanden.“  Und trotzdem würde es Raum auch für neue Bestattungsformen geben. Sigmund denkt dabei an die Gestaltung eines so genannten Urnengartens. Sein Vorschlag an den Gemeinderat ist die Gestaltung einer „neuen Mitte mit einem zentralen Platz“, auf dem ein Gemeinschaftsgrabfeld angelegt werden könnte. Dazu rechnet er Urnenstelen und gärtnerbetreute Gräber, die nahezu pflegefrei sind, „aber dem traditionellen Grab sehr nahe kommen“. Die Umsetzung dieser Vorschläge würden rund 300 000 Euro kosten.

Den ersten Bauabschnitt veranschlagt Jörg Sigmund  auf 200 000 Euro. Bei all dem war es Bürgermeister Tobias Pokrop wichtig zu betonen, dass man den Bereich der Urnen nicht außer Acht lassen dürfe.

Nach dem ausführlichen Vortrag von Jörg Sigmund sahen sich die Gemeinderäte Gottfried Rich und Dietmar Hacker zunächst außer Stande, über eine solch umfassende Konzeption zu entscheiden. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, befand dagegen Ratsmitglied Herbert Schietinger. Sprach’s und verwies auf den Haushaltsplan 2017, in dem für die Neugestaltung des Friedhofs 200 000 Euro eingestellt sind.

Unterstützung erhielt er von Bürgermeister Pokrop: „Wir müssen sinnvolle Pakete schnüren.“    Während Jörg Sigmund beteuerte, er mache ja nur Vorschläge.

Bei einer Gegenstimme wurde letztlich das Landschaftsarchitekturbüro Freiraumplanung Sigmund aus Grafenberg mit der Leistungsphase eins sowie ersten Sanierungsmaßnahmen und der Planung des Urnengartens beauftragt.

Bestattungen pro Jahr gibt es derzeit auf dem Riedericher Friedhof. 60 Prozent davon sind Urnenbestattungen. Im Jahr 2031 werden es wohl 40 Bestattungen pro Jahr sein.

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