Stadtwerke erwirtschaften ordentlichen Gewinn

Das milde Herbst- und Winterwetter behagt nicht jedem: Ginge es nach den Stadtwerken, dürften die Temperaturen ruhig in den Keller rutschen. Dann stiege der Gasverbrauch wieder an.

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Dem Parkhaus fehlen die Kurzzeitparker, die Zahl der Dauerparker ist dagegen stabil.  Foto: 

Zur letzten Sitzung des Gemeinderats im alten Jahr hatte Kurt Groß gute Nachrichten mitgebracht. Der kaufmännische Leiter der Stadtwerke präsentierte dem Gremium die Bilanz fürs Jahr 2013. Hier steht unterm Strich ein ordentlicher Gewinn in Höhe von 189 000 Euro, den die Stadtwerke einfahren konnten. Das sind, so Kurt Groß, rund 43 000 Euro mehr als im Jahr 2012.

Die Konzessionsabgabe für die Gas- und Wasserversorgung belief sich 2013 auf gut 165 000 Euro. Das Geld wird an die Stadt überwiesen, der Gewinn fließt den Rücklagen der Stadtwerke zu.

Auch fürs noch laufende Jahr gab Kurt Groß bereits eine Einschätzung ab. Klar sei, die im Plan angesetzten Zahlen ließen sich nicht erreichen. Der Grund sei in der extrem milden Witterung zu suchen. Allein in den ersten zehn Monaten 2014 hätten die Gas-Großabnehmer rund 3,1 Millionen Kilowattstunden weniger bezogen, ähnliche Zahlen gebe es auch bei den Tarifkunden, hier steht ein Minus von rund fünf Millionen Kilowattstunden.

Ähnlich, so Kurt Groß, zeige sich die Lage bei der Wasserversorgung. Obschon die Fördermenge zurückgegangen sei, hofften die Stadtwerke, in diesem Geschäftsbereich die Planzahl erreichen zu können.

Deutlich weniger Kunden verzeichnen die Stadtwerke im Bereich des Parkhauses. Der Trend aus dem Jahr 2013 setzt sich hier fort. Negativ wirkt sich vor allem der Rückgang bei den Kurzzeitparken aus, erklärt Kurt Groß. Allein in den ersten zehn Monaten 2014 registrierten die Stadtwerke rund 9000 Fahrzeuge weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Für einen Ausgleich sorgen jedoch die Dauerparker, ihre Zahl bleibt stabil, weswegen sich der Verlust unterm Strich in Grenzen hält.

Die Bilanz nahmen die Stadträte mit Wohlwollen zur Kenntnis. Dietmar Schrade (FWV) betonte, mit Einbrüchen im Parkgeschäft habe man gerechnet, allerdings nicht in dieser Größenordnung. Jedoch stehe für Bad Urach noch ein generelles Parkplatzkonzept aus, dieses wolle das Gremium erarbeiten, wenn es erste Erfahrungswerte zur Pfählerstraße gebe. Marlene Eggert (SPD/AB) betonte, trotz Verlusten in einigen Bereichen sei es den Stadtwerken gelungen, einen Gewinn zu erzielen. Chancen, ein weiteres, profitables Geschäftsfeld zu erschließen, könnte im Bereich des Strommarktes liegen, so Eggert.

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