Schüler begeistern mit ihrem Können

Auf hektische Betriebsamkeit folgte einmal mehr Stille und Ergriffenheit: Das Weihnachtskonzert des Gymnasiums ist von einer speziellen Atmosphäre geprägt, die Jung und Alt inne halten lässt.

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Die Fünftklässler bilden traditionell einen großen Chor, der beim Weihnachtskonzert des GEG auftritt.  Foto: 

Mehr als 200 junge Musiker und einige ältere - darunter Lehrer und Eltern - standen am Dienstag für eine Tradition, die laut Schulleiter Friedemann Schlumberger ein wichtiger Teil der Identität des Graf-Eberhard-Gymnasiums und ein Fundament der Schulgemeinschaft ist: "Gerade deshalb könnte man das Weihnachtskonzert als eine Selbstverständlichkeit ansehen", sagte er bei der Begrüßung. Das sei es aber nicht: "Es ist nicht selbstverständlich, dass die Mitglieder des Orchesters samstags zu den Proben zusammenkommen."

Ebenso hoch sei es den Bläsern der Bigband anzurechnen, dass sie freitags nicht wie viele andere Mitschüler nach Hause entschwinden, sondern proben. "Wir können stolz darauf sein, dass sie alle zusätzliche Zeit für uns und letztlich auch für sich selbst investieren", unterstrich Schlumberger und dankte den jungen Akteuren, aber auch den Lehrern und in gewissem Sinne auch den Eltern, dass sie immer wieder motivieren zu diesem Einsatz über den normalen Unterricht hinaus. "Lassen sie sich beschenken von der Musik und schauen sie in die strahlenden Kinderaugen", forderte er die Zuschauer auf. In den Reihen des Publikums saßen neben Mitschülern und Familienmitgliedern der Akteure auch ehemalige Schüler des Gymnasiums und Eltern, deren Kinder längst den Abschluss in der Tasche haben.

Denn das Weihnachtskonzert ist tatsächlich ein Teil der Identität der Schule, mit der sich auch Ehemalige nachhaltig verbunden sehen. Und es steht für ein an Höhepunkten reiche Kulturveranstaltung im Jahreslauf des Gymnasiums.

Es ist erstaunlich, welche Leistungen die verantwortlichen Lehrer immer wieder aus den Ensembles und Chören herausholen, die immerhin einem steten Wechsel unterliegen: Einmal drin im Großen Chor, steht auch bald das Abitur an und Dirigent Joachim Teufel muss neue Sänger einbinden. Erstaunlich auch, dass immer wieder hervorragende Solisten nachrücken und musikalische Akzente setzen, wie dieses Jahr bei der Missa Brevis von Wolfgang Amadeus Mozart: Aus dem Kreis der Schüler waren dies die Tenore Aaron Laier und David-Leon Stede sowie Ellen Geml (Sopran), bewährt das Können von Lehrer Fritz Schlenker (Bass) und seiner Kollegin Martina Auer (Alt). Imposant der Auftritt, überwältigend der Applaus des Publikums und besonders groß die Bewunderung bei den jüngsten unter den GEG'lern. Dabei hatten die 120 Jungen und Mädchen der fünften Klasse selbst für einen Höhepunkt gesorgt: Seit 2006 werden alle Schüler dieser Einstiegsklassenstufe zu einem großen Chor unter der Leitung von Joachim Teufel zusammengefasst, für sie ist das Weihnachtskonzert der mit Spannung erwartete Einstieg in die große Schulgemeinschaft. Bereits einen Schritt weiter ist der Chor der Jahrgangsstufe sechs/sieben unter Dirigentin Cora-Ann Wagener-Mühleck, der in diesem Jahr eine stattliche Größe aufweist. Die Sänger begeisterten mit eher flotten Weihnachtsliedern, das Orchester hatte den diesjährigen Konzertabend mit Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen in d-moll, zweiter Satz, eröffnet. Die Solistinnen Pia Neuschwander und Sophia Rapp bewiesen nicht nur ihr großes Talent, sondern auch viel Mut, vor solch großem Publikum in der Stiftskirche St. Amandus aufzutreten.

Kein Weihnachtskonzert des Gymnasiums geht ohne die von Fritz Schlenker betreute Bigband über die Bühne, die nikolausbemützten Musiker sorgten wieder einmal für beste Stimmung und kamen traditionell um eine Zugabe nicht herum. Das Programm rundeten Schüler der Klasse 7c ab, die eine Umfrage zum Thema Weihnachten gemacht hatten, einige Ergebnisse vorlasen und damit zum Nachdenken anregten.

Bei aller Freude über das nahende Weihnachtsfest und vor allem über die Ferien sollten sowohl die Schüler als auch die Erwachsenen laut Schulleiter Schlumberger eines nicht vergessen: "Den vielen notleidenden Menschen und Fremden die Türen zu öffnen."

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