Schafe melden sich krank

Der Winter hat gestern noch einmal Zähne gezeigt: Sein kalter Atem ließ die Besucher des Uracher Lamm-Events frösteln. Gelegenheit, sich aufzuwärmen, gab es in den Geschäften und im Residenzschloss.

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  • Fachsimpeln in der Dürnitz: Der Besucherandrang im Schloss war groß. 1/4
    Fachsimpeln in der Dürnitz: Der Besucherandrang im Schloss war groß.
  • Die Schafherde, die sonst den Bauernmarkt ziert, hat sich gestern krank gemeldet. Fotos: Thomas Kiehl 2/4
    Die Schafherde, die sonst den Bauernmarkt ziert, hat sich gestern krank gemeldet. Fotos: Thomas Kiehl
  • Ein Hingucker auf dem Marktplatz: Bunte Osterhasen von der Alb. 3/4
    Ein Hingucker auf dem Marktplatz: Bunte Osterhasen von der Alb.
  • Wärmendes war gestern ebenfalls gefragt. 4/4
    Wärmendes war gestern ebenfalls gefragt.
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Traditionell richtet die Kurstadt kurz vor den Osterfeiertagen ein Fest aus, das auf jene vielfältigen Genüsse verweist, die die Region zu bieten hat. Da die Uracher aufs Engste mit der Schäferei verbunden sind, erhielt das bunte Treiben den Namen Lamm-Event, zumal dort vor allem Gerichte auf den Teller kommen, in denen Lammfleisch eine Hauptrolle einnimmt. Das war gestern nicht anders als all die Jahre zuvor. Und dennoch fehlte etwas: Die kleine Schafherde, die sonst die Besucher erfreut, hatte sich krank gemeldet, wie ein Plakat verkündete.

Niedliche Lämmchen konnten die Gäste in diesem Jahr also nicht streicheln, dafür durften sie manch andere Attraktion entdecken, etwa am Stand der Familien Schwarzmann und Lahn aus Schelklingen. Eltern und Kinder fertigten in den vergangenen Wochen Osterhasen und -hennen, Insektenhotels und Vogelhäuschen. Seit sechs Jahren sind sie dabei, wenn die Bad Uracher zum Lamm-Event mit Bauernmarkt bitten. Mit der Resonanz zeigten sie sich zufrieden, wiewohl sie sich angesichts des schneidend kalten Windes, der über den Marktplatz strich, eher an einen Weihnachtsmarkt erinnert sahen. Wer deshalb nach wärmender Kleidung Ausschau hielt, konnte am Stand von Cornelia Menno-Kuhn aus Heroldstatt fündig werden, die Mützen, Socken, Pullover und anderes mehr aus Alpaka-Wolle feil bot. Zum zweiten Mal war sie in die Kurstadt gereist, derzeit umfasst die Alpaka-Herde ihres Betriebs 34 Tiere, die in etwa vier Wochen geschoren werden. "Dann", sagt Menno-Kuhn, "gibt es wieder Nachschub."

Kulinarisch boten der Bauernmarkt und die Biosphärengastgeber wieder eine breite Auswahl, bei der gerne zugegriffen wurde. Wer nach den herzhaften Genüssen Kaffeedurst verspürte, durfte sich in der Dürnitz des Residenzschlosses niederlassen. Dort bewirtete die Gruppe "Die Kreativen 89" mit heißen Getränken und Kuchen. Einen Teil der süßen Leckereien steuern außerdem die Aussteller bei, 35 zeigten am Samstag und Sonntag ihre Produkte.

Ein Teil der Kunsthandwerker kommt bereits seit vielen Jahren nach Bad Urach und besitzt schon seine Stammkunden, wie Schlossmitarbeiterin Johanna Kugele sagt. Dazu gesellten sich in diesem Jahr sechs neue Aussteller. Mit dem Besucherinteresse zeigten sich alle höchst zufrieden, denn auch am Samstag kamen mehr Gäste als sonst üblich. Gestern herrschte ebenfalls ein reges Kommen und Gehen. Wobei viele Gäste auch die Chance nutzten, durch die Bad Uracher Geschäfte zu bummeln, die zum Tag der offenen Tür geladen hatten.

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