Sanierung aus einer Hand

Die Sanierung der Schillerschule wird zur großen Herausforderung für die Gemeinde. Und: Vermutlich kommt man nach ersten Einschätzungen des Generalplaners um einen Erweiterungsbau nicht herum.

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Dicker Sanierungs-Brocken: die Schillerschule in Dettingen.  Foto: 

Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend die erste wegweisende Entscheidung zur Sanierung der Schillerschule getroffen. Bei einer Gegenstimme von Klaus-Wolfram Dreisbach (FWV) beauftragte das Gremium die Domino GmbH/ Riehle + Assoziierte aus Reutlingen mit der Generalplanung. Die Verwaltung, die dieses Vorgehen favorisierte, sieht darin erhebliche Vorteile. Die Planung liege in einer Hand, die Abstimmung mit den einzelnen Fachplanern ebenfalls, sagten Bürgermeister Michael Hillert und Bauamtsleiter Klaus Brodbeck. "Außerdem ergeben sich daraus keine Mehrkosten, weil die Kommune bei einzelnen Fachplanern auch einen braucht, der die Sache steuert", so Hillert.

Kritische Anfragen kamen dann doch aus dem Gremium. Denn zum einen ging es einigen Gemeinderäten zu schnell mit der Vergabe, zum anderen befürchtet mancher Gemeinderat, die Gemeinde habe, sei das Projekt erst einmal an einen Generalplaner vergeben, keinen Einfluss mehr auf Einzelentscheidungen der Fachplaner. Denn die Domino GmbH arbeitet mit neun Fachbüros zusammen, die die entsprechenden Arbeiten dann abdecken. Dr. Rolf Hägele (FWV) bemerkte, zu viel Harmonie unter den Planern könne ja auch dazu führen, dass manches dann eben unter der Hand gemacht werde. "Das Projekt wird sehr viel Geld kosten. Da soll nicht der Eindruck entstehen, dass es keinen Wettbewerb gibt." Eine Aussage, der Thorismuth Gaiser von der Domino GmbH widersprach. Er hob den Vorteil eines eingespielten Teams hervor. "Außerdem muss bei diesem Projekt die Erfahrung im Schulbau vorhanden sein. Und auch die Chemie untereinander muss stimmen." Dies sei beim Generalplaner und den Fachbüros der Fall. "Die Gemeinde bleibt genau wie bei allen anderen Vorhaben in die Planung eingebunden." Der eindeutige Vorteil sei, so Gaiser, dass die Gemeinde einen einzigen Ansprechpartner habe.

Klaus-Wolfram Dreisbach (FWV) zeigte sich mit der Vergabe überhaupt nicht einverstanden. "Ich verstehe nicht, weshalb wir zum jetzigen Zeitpunkt ganz ohne Skizze und Vorentwurf über einen Generalplaner entscheiden sollen."

An der Abstimmung änderte dies nichts. Die Domino GmbH wird sich jetzt an die Vorplanungsvarianten machen, die im Herbst vorgestellt werden. Bereits bei der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 17. Juli wird die Bestandsanalyse des Schulgebäudes vorgelegt. Außerdem wird eine Baugrunduntersuchung erforderlich sein.

Und Gaiser ließ am Donnerstagabend bereits verlauten, dass die Schillerschule wahrscheinlich einen Erweiterungsanbau benötige, um den Raumbedarf für die Gemeinschaftsschule zu decken. Das Raumprogramm wird zweieinhalbzügig geplant, eine Projektgruppe aus Planer, Schulvertretern und Verwaltung hat bereits die pädagogische Konzeption abgestimmt. Am 8. Juli wird eine Abordnung zudem nach Hamburg reisen, um dort Beispiele pädagogischer Konzepte an entsprechenden Schulumbauten anzusehen.

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