Räte auf großer Stadttour

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Blickfang und Aushängeschild zugleich: Der neue Sanitärtrakt am Kiosk auf der Wasserfallhochwiese.  Foto: 

Raus aus dem Sitzungssaal, hin zu den Baustellen der Stadt. Das war jüngst das Motto für die Mitglieder des Technischen Ausschusses in Bad Urach. Wetterbewährt und den Regenschirm stets griffbereit, stand ein umfangreiches Besichtigungsprogramm auf der Tagesordnung. Los ging die Rundreise in Wittlingen, wo neben Leitungs- und Straßenbauprojekten, wie etwa in der Fischburg- oder Falkenstraße, auch die gegenwärtige Sanierung der Wittlinger Mehrzweckhalle im Fokus stand.

Die Halle, erbaut im Jahr 1962 und erstmals renoviert in den 80er Jahren, ist derzeit Gegenstand einer umfassenden Sanierung. Neben dem Einbau moderner Heiz- und Lüftungstechnik, wurde die Beleuchtung auf LED bereits umgestellt. Gegenwärtig steht der Einbau der Fensterfassade kurz vor dem Abschluss. Dass die Simse noch  ihren angedachten Platz finden, davon geht Thomas Jaschinski, Gebäudemanager der Stadt, aus. Der erste Bauabschnitt schlägt dabei mit 1,2 Millionen Euro zu Buche. Weitere 500 000 Euro sind für den zweiten Abschnitt reserviert. Unter anderem eine Brandmeldeanlage, wie auch die Gestaltung des Schulhofs stehen im kommenden Jahr noch an. Das diesjährige Schlachtfest jedenfalls kann wie gewohnt in und vor der Halle stattfinden.

Eine weitere Station der Rundfahrt war der Kiosk auf der Wasserfallhochwiese. Er weist, nachdem Feuchtigkeitsschäden am Dachstuhl entdeckt wurden, nicht nur ein neues Dach samt Eindeckung auf, sondern im rückwärtigen Bereich auch einen Blickfang. Der neue Sanitärtrakt ist rundherum verkleidet mit übereinander gestapelten Latten aus witterungsbeständigem Robinienholz. Naturnah und doch innovativ ist die Optik, die sich der Leiter des städtischen Bauamts, Tim Wilhelm, erdacht hat. Blockhütte 2.0.

Schon Ministerpräsident Winfried Kretschmann war, als er zusammen mit dem Bundesvorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir, Mitte August die Landschaft um Bad Urach erwanderte, voll des Lobes. Nur zu gerne hätte er den neuen Toilettentrakt auch benutzt, wie Hauptamtsleiter Eberhard Knauer ausplauderte. Alleine, der Bauzustand war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht dazu geeignet, das präsidiale Wässerle aufzunehmen. Stattdessen musste sich der Landesvater mit dem Personal-WC begnügen.

Zu sehen bekommen hätte Kretschmann ein schlicht aber edel dreinschauendes Ambiente im Inneren – nur noch keine Türen. Sie, „die integralen Bestandteile einer Toilette“, wie sie Wilhelm witzelnd bezeichnete, werden in den kommenden Tagen angebracht. Auch die sonstige Gestaltung des Innenraums wird bald abgeschlossen sein. Kosten lassen hat sich die Stadt den Anbau rund 70 000 Euro. Fast schon bedauernd stellte Bürgermeister Elmar Rebmann fest, dass mit der Eröffnung auch eine alte Wanderkultur verschwindet. Bis jetzt musste man das Wasser mit Eimern, ganz wildromantisch, aus dem nahen Bach holen.

Stationen insgesamt hatte die Besichtungstour, ehe sich die Räte im Anschluss zur fortgesetzten Sitzung im Sitzungssaal des Rathauses zusammenfanden.

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