Neue Autos für zwei Feuerwehren

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Die Sirchinger Feuerwehr kann künftig mit einem TSF-W zu den Einsätzen ausrücken. Vor kurzem hat die Abteilung das Fahrzeug in Dienst gestellt, berichtet Abteilungskommandant Frank Reichenecker. In den vergangenen Wochen hat sich die Mannschaft schon bei diversen zusätzlichen Übungen mit der Handhabung des neuen Fahrzeugs und dessen Ausrüstung vertraut gemacht, sagt der Abteilungskommandant.

Im April des vergangenen Jahres hatte die Stadt Bad Urach das Tragkraftspritzenfahrzeug, kurz TSF, auf der Basis eines Mercedes-Allrad-Lastwagens bei der Firma Ziegler bestellt. Sechs Feuerwehrleute passen in den Wagen, der außerdem 600 Liter Wasser zum Einsatzort befördern kann.

Die Verantwortlichen hatten sich im Vorfeld intensiv mit der Konzeption des Einsatzfahrzeugs beschäftigt, um den örtlichen Erfordernissen gerecht zu werden. So ist etwa der Allradantrieb den Wetterbedingungen auf der Alb geschuldet.

Das neue Gefährt ist rund 1,5 Meter länger und 60 Zentimeter höher als das alte. Das wiederum verlangte einige Umbauten am Sirchinger Feuerwehrgerätehaus. Unter anderem musste die Wehr die Schränke für die persönliche Ausrüstung verlagern und ein neues Tor einbauen.

Gekostet hat der TSF-W 190 000 Euro, wovon 37 500 Euro als Landeszuschuss flossen, der große Rest kam aus dem Stadtsäckel. Mit der Anschaffung für Sirchingen ist allerdings erst der Anfang gemacht. Das gleiche Fahrzeug ist für die Abteilung Hengen schon bestellt und wird auch für die Freiwillige Feuerwehr Seeburg angeschafft werden.

Das neue Einsatzfahrzeug ersetzt ein TSF, das 33 Jahre auf dem Buckel hatte und rund 25 000 Kilometer gefahren war. Bei dessen Anschaffung, so Reichenecker, war noch keiner der 22 heute aktiven Feuerwehrmänner im Dienst.

Auch in Zainingen freut sich die Feuerwehr über ihr neues Einsatzfahrzeug. Am Freitag wurde es von einer kleinen Delegation, angeführt von Bürgermeister Michael Donth und dem ehemaligen Abteilungskommandanten Helmut Junginger, direkt beim Hersteller, der Firma Ziegler, abgeholt. Trotz heftigem Schneefall brachten die Römersteiner das Fahrzeug wohlbehalten auf die Alb. Die entscheidende Herausforderung wartete indessen erst vor Ort. Weil der neue Wagen, ein Löschgruppenfahrzeug 10/6, andere Maße besitzt als das alte, 1985 gekaufte Fahrzeug, musste die Zaininger Wehr ihr Gerätehaus umbauen. Unter anderem wurde das Gebäude um einen Meter verlängert und die Decke um 20 Zentimeter angehoben. Bei diesen Arbeiten hat die Feuerwehr offenbar gutes Augenmaß bewiesen, der Bürgermeister meldet jedenfalls: „Der Wagen passt ohne zu streifen in die Garage.“

Auf ihr neues Fahrzeug mussten die Zaininger länger warten als zunächst gedacht. Da die Herstellerfirma zwischenzeitlich in Insolvenz ging, zog sich das Verfahren hin. Die Kosten blieben allerdings gleich, die Gemeinde muss 250 000 Euro für das LF 10/6 bezahlen, Römerstein erhält jedoch einen Zuschuss in Höhe von 58 000 Euro.

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