Musik zwischen den Zeiten und Welten

Kunst kommt doch von Können - diese Erkenntnis trifft jedenfalls auf das jüngste Kulturach-Konzert zu: Geboten wurden in Hengen traumschöne "Zwischenwelten" mit dem gleichnamigen Trio.

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Das Trio "Zwischenwelten" steht für Musik, die eine mystisch-besinnliche Atmosphäre schafft. Foto: Privat

Gleich zu Beginn des Abends wurden die Zuschauer in romantische Stimmung versetzt: Vogelgezwitscher, warme Saxophontöne, gefühlvolle Percussion- und Gitarrenklänge - es brauchte nicht mehr, um sich im Hengener Feuerwehrhaus von Emotionen davontragen zu lassen. Musik zwischen den Zeiten, den Kulturen und den Welten hatte das Trio "Zwischenwelten" angekündigt und nicht zu viel versprochen: Mit der "Wald erwacht", "Nachtcafé" oder auch "Weinberggeflüster" gelang es den drei erfahrenen Musikern mühelos, eine mystisch-besinnliche Atmosphäre zu schaffen - diese wird bei den Zuhörern sicherlich lange nachwirken.

Mehr dem Jazz verbunden war das Stück "Für Karl", eine Hommage an die Ausnahmemusiker Charlie Parker und Charlie Mariano. Auch hier bildeten die Musiker eine Einheit, gingen gefühlvoll und intensiv aufeinander ein. Bei "Dedication to Alhambra" waren dann maurische Stilelemente hörbar, verknüpft mit eigenen musikalischen Interpretationen von Gitarrist Ralf Raisch, Saxophonist Andreas Mürdter und Andreas Pastorek (Percussion) über das Zusammenleben von Mauren und Christen in Spanien.

Mit "Klassentreffen" spiegelte das Trio gekonnt die ambivalente Stimmung eines Zusammenkommens nach 30 Jahren wieder - Gefühle, die die meisten Zuschauer nachempfinden konnten. "4 Viertel" - ein funkiger Titel - spielte souverän mit der Doppeldeutigkeit des Begriffs: Es handelte sich um einen Viervierteltakt mit durchaus schwankendem Rhythmus. "Genial" hieß danach das Urteil der begeisterten Zuschauer, die ins Hengener Feuerwehrhaus gekommen waren und von den drei Musikern auf eine ganz besondere musikalische Reise mitgenommen wurden - in "Zwischenwelten" eben, die voller Emotionen, Besinnlichkeit und Freude sind. Die kleine, aber feine Veranstaltung auf hohem Niveau zählt sicherlich zu einer der Höhepunkte in der nunmehr neunjährigen Gesichte der Initiative Kulturach. Einige Zuschauer mehr hätte der Abend verdient, doch wer nach Hengen gekommen war, erlebte einen ganz speziellen und vor allem emotionalen, unter die Haut gehenden, musikalischen Genuss.

Ein Trio wird auch Gast der nächsten Kulturach-Veranstaltung am Freitag, 8. November, 20 Uhr, im Stadtmuseum Klostermühle sein: "Un, deux, trois" spielt nach eigenen Angaben Jazz, der in jeden Fahrstuhl passt.

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