Mit der Kamera im Untergrund

Gemäß der Eigenkontrollverordnung wurden im südöstlichen Gemeindegebiet von Riederich mit der Kamera Abwasserkanäle untersucht.

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In diesem Kanal-Abschnitt hat sich ziemlich viel Geröll angesammelt  Foto: 

Nachdem der Gemeinderat im Januar beschlossen hatte, in diesem Jahr im Einzugsgebiet der beiden Regenüberlaufbecken in der Kirchstraße und  bei der Ermsbrücke in der Stuttgarter Straße die Kanäle zu untersuchen, wurden am Mittwoch die Ergebnisse vorgelegt.

Die Untersuchung hat bestätigt, dass das Kanalsystem in Riederich grundsätzlich in einem guten Zustand ist. Dennoch wurden Schäden in drei Kategorien festgestellt, deren Beseitigung rund 185 000 Euro kosten wird. Felix Schiffner von der Ingenieurgesellschaft Ambacher aus Walddorfhäslach gibt freilich zu bedenken, dass der Kanal auf einer Länge von 6,5 Kilometern untersucht wurde, was nicht gerade wenig sei. Für Bürgermeister Tobias Pokrop zeigt die Auswertung der Untersuchung, dass „weiterhin regelmäßige Unterhaltungs- und Sanierungsatrbeiten notwendig sind und eingeplant werden müssen, um die Abwasserbeseitigung für die Zukunft zu sichern“.

Die Beurteilung erfolgte nach drei wesentlichen Anforderungen: Dichtheit, Standsicherheit und Betriebssicherheit. Berücksichtigt wurden auch die hydraulische Auslastung, das Alter des Kanals, die Lage zum Grundwasser, die Überdeckung und die Bodengruppe. Insgesamt wurden bei 48 Haltungen Schäden festgestellt, die entweder sofort oder mittelfristig behoben werden müssen. Eine Haltung ist die Verbindungsstrecke eines Abwasserkanals zwischen zwei Schächten.

Entsprechend der Dringlichkeit der Schadensbehebung entfallen auf Schäden mit sofortigem Handlungsbedarf 26 000 Euro, bei kurzfristigem Handlungsbedarf 123 000 Euro und bei mittelfristigem Handlungsbedarf 36 000 Euro. Die Ingenieurgesellschaft Ambacher schlägt nun zwei Sanierungskategorien vor. Einmal eine normale Reparatur mit Robotertechnik oder manuell. darauf würden 107 000 Euro entfallen. Zum anderen eine Renovierung  mit Schlauchlining, die mit 78 000 Euro beziffert ist. Hierbei wird ein mit Kunstharz getränkter Kunststoffschlauch  in den Kanal eingezogen, der anschließend ausgehärtet wird.

Der Gemeinderat hat die Sanierung einstimmig gebilligt.

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