Kunterbuntes Angebot

Der Kunsthandwerkermarkt Dettingen ist nach wie vor ein Besuchermagnet. Gäste, die am Samstag kommen, wollen in Ruhe einkaufen, was im sonntäglichen Gedränge nicht unbedingt möglich ist.

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Samstags kommen, wie auch an diesem Wochenende, erfahrungsgemäß nicht so viele Besucher zum Kunsthandwerkermarkt wie am Sonntag. Aber die, die kommen, sind größtenteils Käufer, während am Sonntag Zuschauer kommen. Gestern war dafür mehr geboten: So haben nicht nur zusätzlich die Geschäfte, sondern auch das Heimatmuseum geöffnet, Verwaltung und Gemeinderat stehen beim Bürger-Informationstag Rede und Antwort zu aktuellen kommunalpolitischen Projekten, und Frank Heinkel untermalt den Bummel entlang die Stände musikalisch mit Klängen eines N’gonis und eines Didgeridoos. Außerdem gab es in diesem Jahr Schauvorführungen im „Brennerviertel“, bei dem jeder erleben konnte, wie aus Streuobst ein schmackhafter Schnaps oder Likör wird.

Von A wie afrikanisches Kunsthandwerk bis Z wie Zeckenhalsband für Hunde und Katzen aus Bernstein reichte die Auswahl handgefertigter Arbeiten. Papierschmuck aus Uganda für einen guten Zweck war ebenso gefragt wie die Dettinger Geißköpfe aus Keramik von Edel Stanoev aus Grafenberg, die schon am Samstag ausverkauft waren.

Auf einer mechanischen Strickmaschine gestrickte Socken wurden ebenso gern gekauft wie „Cup-Cake-Formen“ für kleine Muffins oder Namenstempel, die Willi Heinz auf Wunsch vor Ort anfertigte. Überhaupt waren Vorführen der Handwerkskünste Anziehungspunkte für die Besuche. Kinder konnten Seile selbst drehen bei Erhardt Ulrich oder Windräder basteln bei Monika und Siegfried Buck und auch an anderen Ständen das jeweilige Handwerk selbst ausprobieren.

Die Muskatmühlen aus Holz von Andreas Buchfink aus Großbettlingen waren schon am Samstag gefragt. Seine Stammkunden kamen gezielt wie an anderen Ständen auch und kauften. „Wer für sich schon eine Muskatmühle gekauft hat, kommt meistens wieder, um eine zu schenken“, ist seine Erfahrung. Für den Esslinger Adventsmarkt fertige er aber gerne neue an, sagt er, dasselbe gelte für Füller oder Kugelschreiber aus Holz.

Rudi Wurster zeigte, wie Brillen handgefertigt werden, sowie die Handwerkskunst des Uhrmachers. Auch die Dettinger Gastronomen stellten ihre Handwerkskunst unter Beweis. Freilich dürfen auch die von Ehrenamtlichen selbstgebackenen Kuchen in den Caféstuben des Fördervereins der Uhlandschule im Bürgerhaus am Anger und im Heimatmuseum nicht unerwähnt bleiben. Schließlich ist dies, trotz elektrischer Küchenhelfer, noch echte Handarbeit, die Können verlangt.

Der Dettinger Kunsthandwerkermarkt ist dabei weit mehr als eine Ausstellung und Verkauf, wie sich am Wochenende wieder zeigte: Er ist auch ein beliebtes Ziel, um Verwandte und Freunde zu treffen und Neuigkeiten auszutauschen.

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