Hillert tritt wieder an

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Michael Hillert will Bürgermeister in Dettingen bleiben. Gewählt wird im März 2018.  Foto: 

Bürgermeister bleiben – oder die Freizeit genießen: Dettingens Verwaltungschef Michael Hillert hätte sich, was seine Dienstjahre angeht, auch Zweiteres leisten können. Nun hat er sich entschieden: Bei der Bürgermeisterwahl im März 2018 tritt der 57-Jährige noch einmal an.

„Ich bin soweit gesund – ich traue mir das zu.“ Außerdem bereite ihm ihm seine Arbeit im Dettinger Rathaus immer noch Freude, begründete Michael Hillert gestern gegenüber der SÜDWEST PRESSE sein Ja zu einer dritten Amtszeit. Zwei Perioden, im März sind das 16 Dienstjahre, hat der ehemalige Hechinger in der Ermsgemeinde bereits hinter sich. Und er betont im Gespräch auch, dass er nicht vorhabe, gegebenenfalls nach einer halben Amtszeit vorzeitig abzudanken. „Das wäre nicht fair den Wählern gegenüber.“

Lust aufs Schultesamt machen Michael Hillert nicht zuletzt spannende Großprojekte, die in Dettingen derzeit laufen. Klar: dazu gehört der bislang 15 Millionen Eure schwere Umbau der Schillerschule zu einer modernen Gemeinschaftsschule. Allein dieses Bauvorhaben soll sich bis ins Jahr 2020 ziehen. Etliches zu tun gibt es in naher Zukunft wohl auch noch in Sachen Hochwasserschutz.

In den vergangenen 16 Jahren haben die Dettinger Gemeindevorderen einiges bewegt. So ist unter anderem die Schillerhalle neu gebaut und das Gewerbegebiet Vogelsang mit 65 Hektar Fläche erschlossen worden. Das gilt auch für das Wohngebiet „Oberer Boden“ und die „Untere Lache“. Adler-Areal, „Sorglos wohnen“, Ellwanger-Kinderhaus – der Ort hat sein Gesicht verändert.

Klare Kante zeigte Michael Hillert, als der Landkreis vor einigen Jahren die ersten Flüchtlingscontainer der Region in Dettingen aufstellte – und einige Bürger zunächst heftig protestierten. Der Schultes hatte sich von Anfang an dafür ausgesprochen, den Zuwandern im Ort eine Zuflucht zu bieten.

Überhaupt musste sich das Dettinger Verwaltungsoberhaupt seit seinem Amtsantritt 2002 öfters warm anziehen. Nicht nur während heftig geführter Debatten (Kunst im Kreisverkehr, Verkehrsregelung in der Buchhalde, Holzlagerplätze) – sondern auch wegen eines mehr als kuriosen zweiten Wahlkampfes vor acht Jahren. 2010 war die Zahl der Bewerber fürs Bürgermeisteramt fast zweistellig. Hillert setzte sich am Ende mit mehr als 60 Prozent der Stimmen durch.

Vor seiner Zeit in Dettingen hatte es den ehemaligen Hechinger übrigens beruflich als Zeitsoldaten nach Idar-Oberstein verschlagen. Dort war er für Verwaltung und Planung bei der Artillerieschule tätig. Viereinhalb Jahre lang studierte Hillert zudem Verfassungs- und Verwaltungsrecht, später arbeitete er als persönlicher Referent des Vorsitzenden bei der Stefan-Morsch-Stiftung, die weltweit Blutdatenbanken für Leukämiekranke erstellt.

Zumindest rechnerisch käme Michael Hillert („ich fühle mich fit“) erst in acht Jahren so richtig ins übliche Ruhestandsalter. Dann wäre er 65.

Im Amt bleiben dürfen Bürgermeister in Baden-Württemberg seit zwei Jahren sogar bis zum 73. Lebensjahr.

Wählen lassen können sie sich allerdings nur bis zu einer Grenze von 67 Jahren.

Die Wahl des Bürgermeisters in Dettingen ist, nach derzeitigem Stand, am Sonntag, 4. März. Der Tag einer eventuellen Stichwahl ist für Sonntag, 25. März, geplant . Über nähere Details hat der Gemeinderat noch zu befinden. So soll das Ende der Einreichungsfrist für Bewerbungen auf Montag, 5. Februar, 18 Uhr, festgesetzt werden. Das Ende der Einreichungsfrist für Bewerbungen für eine Neuwahl am 25. März ist am 7. März. Die persönliche Bewerbervorstellung ist in der Schillerhalle am Donnerstag, 22. Februar, 19.30 Uhr.

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