Happy-End für ein Millionenprojekt

Ein moderner Wohnpark im Ortskern: Das Riedericher Baldauf-Areal verbindet das alte Riederich mit neuen Wohnideen. Nun sind fast alle Bauplätze verkauft. Das Seniorenhaus wird im Frühjahr errichtet.

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Blick auf das Riedericher Baldauf-Areal: An der Frontseite soll das geplante Seniorenwohnhaus gebaut werden. Foto: Archiv

Wenn sich Riederichs Bürgermeister Klaus Bender Ende des Jahres aus der Rathaus-Arbeit verabschiedet, dann dürfte er zufrieden auf eines der größeren Projekte in seiner Amtszeit zurückblicken: Das Baldauf-Areal, einst Industriestandort für einen Textilfabrikanten, hat sich zu einem modernen Wohngebiet entwickelt.

Einige Jahre, nachdem die Gemeinde das Grundstück für gut 3,3 Millionen Euro erworben und erschlossen hat, muss die Verwaltung nun auch nicht mehr um Interessenten für die neue Mitte werben: "Alle Bauplätze auf der Ebene sind verkauft", sagt der Bürgermeister. Bleibt nur noch der Hangbereich des Geländes, wegen der topographisch schwierigen Lage lange Zeit das Sorgenkind verschiedener Planer. Dort sind momentan noch drei Plätze frei für Bauwillige.

Das wars dann aber auch schon. Wenn der Nürtinger Investor Attila Kowatsch, wie angekündigt, im kommenden Frühjahr mit dem Bau des Seniorenhauses beginnt, ist das Projekt Baldauf für die Gemeindevorderen endgültig in trockenen Tüchern. Klaus Bender geht davon aus, dass der Bauträger in diesem Jahr sein Versprechen wahr macht und das lange angekündigte Vorhaben angeht.

Ein Schild, das vom baldigen Bau des Altenwohnhauses kündet, steht schon im Baldauf-Areal. Das Seniorenzentrum soll, wie berichtet, mit 39 Einzelzimmern und fünf betreuten Wohnungen ausgestattet werden.

Auf dem gesamten Wohngebiet ist Platz für rund 40 Wohneinheiten. Bei der Energieversorgung setzte die Gemeinde durchweg auf erneuerbare Varianten.

Warten müssen indes die jüngsten Bewohner des Baldauf-Areals - und zwar auf den geplanten Kinderspielplatz im neuen Wohngebiet. Zwar haben die Landschaftsarchitekten Roland Lengtat (Dettingen) und Jörg Sigmund (Grafenberg) ihre Pläne bereits im Gemeinderat vorgestellt. Weil sich die Beratungen aber auf Grund der Kosten und der Haushaltssituation der Gemeinde verzögert hatten, entschied das Gremium nun den 2013 geplanten Bau des Spielplatzes zu vertagen, so der Bürgermeister.
 


Mit alternativer Energie

Je nach Variante müsste die Gemeinde für den Spielbereich zwischen 70 000 und 110 000 Euro in die Hand nehmen. Klaus Bender rechnet damit, dass der Spielplatz 2014 gebaut wird.

Auf dem Riedericher Baldauf-Areal entstehen rund 40 Wohneinheiten sowie eine Seniorenwohnanlage. Die Gemeinde setzt in dem 1,4 Hektar großen Wohnpark durchweg auf alternative Energien. Gas- und Ölheizungen sind gar nicht erst zugelassen. Nur Erdwärme oder andere erneuerbare Energieformen sind im Wohngebiet erlaubt.

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