Grafenberg macht Druck

Mehr Druck im nördlichen Ortsteil: Die Gemeinde hat rund 750 000 Euro in eine zweite Druckzone investiert, die nun in Betrieb gegangen ist. Damit ist auch eine bessere Löschwasserversorgung garantiert.

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Bürgermeister Holger Dembek (rechts) freut sich über die Inbetriebnahme von zwei Druckzonen in Grafenberg. Foto: Carola Eissler

Kein Witz: Im nördlichen Ortsteil Grafenbergs war es mitunter unmöglich, im Dachgeschoss zu duschen. Der alte historische Kern der Gemeinde verfügte traditionell nämlich nur über ein Bar Wasserdruck. Nunmehr sind es 1,5 Bar, in den nächsten Wochen wird auf 1,8 bis zwei Bar weiter erhöht.

Schon vor zehn Jahren haben Ingenieure damit begonnen, an der Verbesserung der Druckzonen zu arbeiten. Mit dem Sanierungsgebiet "Nördlicher Ortsteil" kam dann auch die Gelegenheit, eine zweite Druckzone und eine Druckerhöhungsanlage im Hochbehälter Grafenberg einzurichten. Zwei neue Fallleitungen wurden gelegt, sämtliche Wasserleitungen im nördlichen Ortsteil saniert oder gleich komplett erneuert und zwar auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometer. Dies war auch dringend nötig, denn Fotos dokumentieren den so genannten Rohrfraß, der viele alte Leitungen bereits zerstört hatte.

"Wasser ist ein unschätzbar wertvolles Gut", sagte Bürgermeister Holger Dembek bei der offiziellen Einweihung der Anlage, die im Hochbehälter Grafenberg der Jusigruppe installiert werden konnte. Dort sorgt nunmehr ein hochkomplexes System dafür, dass Grafenberg nicht nur über genügend, sondern auch über qualitativ hochwertiges und mit entsprechendem Druck versehenen Wasser verfügt. Die Grafenberger werden aus drei verschiedenen Quellen versorgt: Da ist zum einen das Bodenseewasser, das in die meisten Haushalte fließt, zum anderen gibts noch Dettinger Wasser und Kohlberger Wasser.

Planer Frank Watzlawik vom gleichnamigen Ingenieurbüro sagte, dass man im Zuge des Leitungsneubaus auch alte Leitungen aus Privatgrundstücken heraus verlegt habe. Durch die Investition profitiert Grafenberg noch in ganz anderer Hinsicht: Der Brandschutz im Ort wird durch die Druckerhöhungsanlage deutlich verbessert. 800 Liter Wasser pro Minute können durch die Leitungen fließen, das sei absolute Feuerwehrspitze, heißt es.

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