Flieger endlich wieder im Aufwind

Die vergangenen Wochen brachten für die Grabenstetter Segelflugpiloten herbe Rückschläge. Jetzt gelang ein Befreiungsschlag.

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Seit Wochen rutschten die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten immer weiter in den Tabellenkeller der zweiten Segelflug-Bundesliga, zuletzt fanden sie sich gar auf dem vorletzten Platz wieder. Am vergangenen Wochenende gelang ihnen endlich ein Befreiungsschlag: Als bester baden-württembergischer Verein und mit Rang vier bundesweit sammelten sie an einem einzigen Wochenende mehr Punkte als in den ganzen acht Wochen zuvor.

Vor allem ein Flug von Jürgen Theiss am Sonntag half den Fliegern von der Vorderen Alb im Abstiegskampf. Trotz erneut schwieriger Wetterlage flog er gegen den Wind bis in den Südschwarzwald. Dort konnte er bis auf 2300 Meter Höhe steigen. Kompliziert gestaltete sich allerdings der Rückweg: Der Himmel war fast komplett von Wolken bedeckt, und ohne Sonnenschein hatte Theiss große Schwierigkeiten, sich in der Luft zu halten: „Sowohl in Schwenningen als auch bei Albstadt war ich schon fast im Anflug zur Landung, aber so schnell gibt man nicht auf. An den letzten Hängen, die ich erreichen konnte, kitzelte ich noch einen Aufwind raus, sodass es weiterging“, sagt Theiss. Er gewann wieder Höhe und fand sogar noch Anschluss an eine lange Reihe von Aufwinden, die ihn sehr schnell bis nach Günzburg und wieder zurück nach Grabenstetten führte. Mit 92 Stundenkilometern war er mit Abstand der schnellste der Grabenstetter Piloten, und auch im bundesweiten Vergleich steht er damit gut da. Den zweiten und dritten Flug für die Bundesliga lieferten Erich Sigel und Christian Fisahn, die allerdings mit 51 beziehungsweise 42 Stundenkilometern deutlich weniger aus der Wetterlage herausholen konnten.

Am Ende des vergangenen Wochenendes steht Platz vier für Grabenstetten in der zweiten Segelflug-Bundesliga. Im Abstiegskampf können die Flieger von der Vorderen Alb gleich fünf Plätze gut machen. Zwar liegen sie mit Rang 24 in der Tabelle immer noch weit hinter den Ergebnissen der Vorjahre zurück, doch vom Abstieg in die Landesliga haben sie sich wieder ein gutes Stück entfernt. Den Rundensieg holte sich der Aeroclub Pirna (Sachsen), gefolgt vom Aero Club Berlin und Neuhausen bei Cottbus. In der Tabelle führt nach wie vor der Hamburger Aeroclub Boberg vor Pirna und Gifhorn (Niedersachsen). Die Saison in der Segelflug-Bundesliga geht noch bis Ende August.

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