Feilen an der Schul-Zukunft

Die Schillerschule kann im Schuljahr 2012/13 eine fünfte Klasse mit 17 Schülern anbieten. Zudem will die Schulleitung im Sommer einen Antrag auf Gemeinschaftsschule ab 2013/14 stellen.

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Dettingen arbeitet derzeit an seiner Schulperspektive, auch hier wird es möglicherweise bald eine Gemeinschaftsschule geben. Foto: Archiv

Die erste Sorge, die im neuen Schuljahr beginnende Gemeinschaftsschule in Bad Urach könnte den Fortbestand der Haupt- und Werkrealschule in Dettingen gefährden, hat sich als unbegründet erwiesen. 17 Schüler haben sich für die fünfte Klasse der Schillerschule angemeldet, wie Schulleiter Stefan Hertl bestätigt.

Von 21 Werkrealschulempfehlungen haben 17 Schüler diese angenommen, vier Kinder wechseln in die Realschule. "Wir haben keinen einzigen Schüler an die Gemeinschaftsschule abgegeben", sagt Hertl. Und fügt hinzu: "Die Dettinger Eltern haben sich sehr vernünftig verhalten und schätzen ihre Kinder richtig ein."

Für die Schillerschule ist das Thema Gemeinschaftsschule dennoch nicht erledigt. Ganz im Gegenteil. Denn derzeit wird ein entsprechendes Konzept erarbeitet, um für das Schuljahr 2013/14 einen Antrag auf Gemeinschaftsschule stellen zu können. "Die Sache steht und fällt mit einer guten Konzeption, die Hand und Fuß hat", ist Hertl überzeugt. Hertl und sein Kollegenteam wollen auch weiterhin auf die Berufsorientierung setzen und diese ausbauen. "Wir sind schon sehr gut in Dettingen vernetzt, aber all dies ist noch ausbaufähig."

Es ist nicht so sehr eine Frage, ob eine Gemeinschaftsschule die bessere Schulform ist, die die Schillerschule zum Handeln zwingt. Vielmehr ist es eine Frage des Überlebens und der Zukunftsperspektive. Denn der Antrag auf einen Realschulzug wurde den Dettingern unlängst abschlägig beschieden. Ob die Absage pädagogische oder ideologische Hintergründe hatte, ist für Dettingen nebensächlich. Es gelte jetzt, die langfristige Perspektive der Schule zu sichern, sagt auch Bürgermeister Michael Hillert. "Wir haben gar keine andere Möglichkeit."

Vielmehr ist man in der Ermsgemeinde bemüht, das eigene Schulprofil zu schärfen. "Wir brauchen eine Perspektive für den eigenen Ort", sagt Hillert. Und kann dann doch seine Enttäuschung über die neue Bildungspolitik und die Realschul-Ablehnung für die Dettinger nicht verbergen. "Im Wahlkampf hat Grün-Rot immer davon gesprochen, man wolle eine Schule von unten betreiben. Wir haben die pädagogischen Konzepte. Da verstehe ich nicht, dass man uns den Realschulzug abgelehnt hat."

Für Schulleiter Hertl und seine Kollegen gibt es bis zum Schuljahresende noch einiges zu tun. Zwar hätte die Einreichung des Antrags zur Gemeinschaftsschule ab 2013/14 noch bis November Zeit. Doch Hertls Ziel ist es, bis Schuljahresende die Konzeption in trockenen Tüchern zu haben.

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