Fährt im Kopf ein Karussell

In Sachen Klassik ist Bad Urach bereits eine erste Adresse. Mittlerweile geht hier auch was im Pop-Bereich. Nach den Prinzen tritt nun die österreichische Sängerin Christina Stürmer auf - heute auf dem Marktplatz.

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Christina Stürmer, nach wie vor Chartbreakerin, hat ihren eigenen Kopf behalten: Heute singt sie in Urach. Foto: pr/Agentur

"Es fährt im Kopf ein Karussell, und alles dreht sich irgendwie zu schnell" - so fängt ihr neuester Single-Hit an. Ein treibender Bass, dazu Lyrics über einen intensiven Moment im Leben, über das Gefühl, mit dem ganzen Universum verbunden zu sein. Und dann hebt der Refrain ab, rhythmisch, eingängig, griffig, hymnisch. "Millionen Lichter", "Milliarden Farben". . .

Die österreichische Rock-Pop-Sängerin Christina Stürmer kommt nach Bad Urach: Ihr Konzert auf dem Marktplatz nennt sich Austria Open Air und beginnt heute, Samstag, 7. September, um 20 Uhr.

Eröffnet wird es von der Falco Tributeband um den Originalgitarristen Peter Paul Skrepek. Im Anschluss daran wird sie die Bühne entern: Christina Stürmer.

Seit rund zehn Jahren steht sie in den Charts immer wieder ganz oben. "Rockorientierter Mainstream-Pop" sei das, was sie da mache, meinen Experten. Sportfreunde Stiller, Juli, Echt und Silbermond werden immer wieder als Einflussgeber genannt. Sie kann auch Jazz, Swing, Blues oder Urban-Country. Und nein, die üblichen, banalen Tralala-Texte sind nicht ihr Ding, da achtet sie auf Qualität und weiten Horizont. An sich ist sie mit Musik von Wolfgang Ambros aufgewachsen, doch der österreichische Slang liegt ihr beim Singen nicht so, eher schlichtes, dialektfreies Deutsch.

Aber was weiß man von ihr? Gebürtig aus Altenberg bei Linz ist sie, 31 Jahre jung und gelernte Buchhändlerin. Sie selbst beschreibt sich so: "harmonieliebend, Espresso-Junkie, Genießerin". Und gefragt nach ihrem Lieblingsfrühstück (ja, das interessiert viele Fans), outet sie sich dann doch als Österreicherin: Denn zum Schwarzbrot mit Nutella muss es ein "Verlängerter" sein - für Außer-Österreicher: ein kleiner Schwarzer, mit der gleichen Menge an heißem Wasser verlängert. Ihre Karriere verlief ziemlich schwungvoll, um nicht zu sagen stürmisch. "Wie ein Komet" sozusagen: Erst Casting-Sternchen, heute eigenwillige Sängerin mit etlichen Nr.1-Hits und -Alben, großen Festivalauftritten im deutschsprachigen Dreiländerbereich und hochkarätigen Preisen wie "Echo", "Goldene Stimmgabel", Platin und mehr. 2011 sang sie im Duett mit Bon Jovi ("einfach nur fett" fand sie das), 2012 gab sie ein Konzert in Los Angeles, genauer gesagt in einem Jazzclub in Venice Beach - als Dreh für das "Millionen Lichter"-Video.

Kommt eine derart gefragte Sängerin da noch zum Atmen, zum Innehalten, zur Besinnung? "Ich ziehe die Handbremse jetzt früher", sagt sie inzwischen. "So nach dem Motto: Wenn du es eilig hast, dann geh langsam." Sie lässt sich nicht gerne einordnen oder gar instrumentalisieren. Gegen Vereinnahmungsversuche durch die konservative Österreichische Volkspartei ist sie rechtlich vorgegangen. Gleichzeitig hat sie viel Aufsehen erregt, als sie die Landeshymne geschlechtergerecht erweitert hat: "Heimat bist du großer Söhne" heißt es da, Stürmer ergänzte "und Töchter". Apropos eigenwillig: Dazu hat sie sich ein Tattoo zugelegt. Und das geht so: "Wenn du dich selber suchst, hör auf dein Herz."

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