Ein Wegweiser für Wanderer am Sonnenfels

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Solche Geschenke bekommt die Wanderregion zwischen Ermstal und Alb nicht alle Tage. Wer freut sich nicht, wenn er unterwegs einen bestens ausgeschilderten touristischen Hotspot vorfindet? Noch besser, wenn der Spaziergänger ganz detailliert erfährt, welche Orte und Naturschönheiten sich vor seinen Augen auftun. Das ist ab sofort drin für Wanderer, die den Sonnenfelsen hoch über dem Ermstal passieren. Dank eines Präsents, das gestern von einem Geburtskind höchstselbst gestiftet worden ist.

Der Reihe nach. Genau 125 Jahre alt wird die Dettinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins 2017. Das wird gefeiert, und zwar mit einem großen Festakt am 14. Oktober im Bürgerhaus am Anger. Vorab aber wollen die Wanderfreunde auch andere Zeichen setzen, sagt die erste Vorsitzende Christel Kleih. Sie und ihre Vereinsmitglieder haben nun einen besonders schönen Teil der Landschaft um Dettingen besser beschildert: Die Albvereins-Vorderen und etliche Wanderer weihten gestern drei neue, große Übersichtstafeln beim Sonnenfels ein und übergaben die offiziell an Bürgermeister Michael Hillert als Vertreter der Gemeinde. „Die Tafeln sind unser Jubiläumsgeschenk an Dettingen“, sagt die Vertrauensfrau.

Der Sonnenfels liegt zwar eindeutig auf Dettinger Markung, er gilt aber als einer der beliebtesten Aussichtspunkte im ganzen Umkreis. Von dort oben schweift der Blick kilometerweit in die Landschaft, streift (bei gutem Wetter) den Stuttgarter Fernsehturm ebenso, wie den Albtrauf bei Grabenstetten.

Deswegen ist das Werk des Albvereins umso wichtiger: Ob Dettinger Hörnle oder Burggruine Hohenneuffen – sämtliche touristische Leuchttürme in der Region sind auf den fotografisch illustrierten Schautafeln abgebildet. Infos gibt’s obenauf.

So gesehen hätte die Feierstunde der Albvereinler ein lauschiger Sommerausflug werden können – wenn es nicht just zu Sekt und Schinkenhörnle in Strömen geregnet hätte. Die Redner machten es deshalb kurz: Sie hoffe, dass die Schilder von Vandalen verschont werden, so Vertrauensfrau Christel Kleih weiter. Bürgermeister Michael Hillert schloss sich dem an und wünschte, dass solche Aktionen auch den sanften Tourismus in der Region befördern. Und Grafiker Albrecht Arnold, der für die optische Gestaltung der drei neuen Übersichtstafeln verantwortlich zeichnete, zitierte – passend zur Nässe – Literatur zum Sonnenfels. Ein Dettinger namens Alferd Fritz schrieb dazu einmal: „Es gibt nichts, was mir so gefällt.“ Eine Perle, Fels und Tal.

Jahre alt wird die Dettinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins in diesem Jahr. Gefeiert wird das Jubiläum mit einnem Festakt im kommenden Oktober.

Die Dettinger Albvereins-Ortsgruppe ist auf der Suche nach einem neuen Wegwart, der sich um das Wegenetz kümmert und es regelmäßig überprüft. Wer Interesse hat, kann sich bei der ersten Vorsitzenden, Christel Kleih, Dettingen, melden.

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