Die Stadt lässt bauen

Am Eberleplatz kommen noch vor dem Schäferlauf neue Gas- und Wasserleitungen in den Boden, in der Eichendorffstraße beginnt die Sanierung danach. Der Gemeinderat brachte beide Projekte auf den Weg.

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Knapp 100 Jahre alt sind die Gas- und Wasserleitungen, die unter dem Eberleplatz verlaufen. Die treuen Dienste haben nun Spuren hinterlassen, oder um es profaner zu formulieren: In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Rohrbrüchen. Außerdem, sagt Tiefbauamtsleiter Andreas Streble, zeigten sich auch Schäden am Gasnetz. Mit Reparaturen sei hier nicht mehr viel zu retten, erklärte Streble am Dienstag im Gemeinderat. Sinnvoller und letztlich kostengünstiger komme es die Stadt, wenn sie die Leitungen austauscht. Diese Arbeit, sagt Streble, können die Mitarbeiter der Stadtwerke selbst vornehmen, vorhandene Hausanschlüsse werden kostenlos erneuert. Sollten sich Anwohner des Eberleplatzes dazu entschließen, ihre Heizung auf Gas umzustellen, müssen sie einmalig für den Neuanschluss bezahlen, erklärt Streble.

Im Zuge der Arbeiten lässt die Stadt außerdem den Straßenbelag auf der gesamten Fläche abfräsen und neu einbauen. Damit trägt sie dem durchaus als schlecht zu bezeichnenden Zustand des Asphalts Rechnung. Werde darauf jetzt nicht reagiert, so die Verwaltung, bestehe die Gefahr, dass der Unterbau der Straße Schaden nehme. In einem solchen Fall käme die Sanierung wesentlich teurer als die jetzt veranschlagten 30 000 Euro. Für den Austausch der Gas- und Wasserleitungen rechnet die Verwaltung mit Kosten von insgesamt 129 000 Euro. Ende April sollen die Bauarbeiten beginnen und Anfang Juli beendet sein.

Nach dem Schäferlauf startet der Ausbau der Eichendorffstraße. Die Arbeiten schließen an die bereits erfolgte Sanierung an, deren erster Abschnitt Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen worden ist. Die Aufteilung in zwei Bauabschnitte war notwendig, weil die Stadt zuerst ermitteln musste, ob die Anwohner Erschließungsbeiträge zu zahlen haben. Das ist nicht der Fall, sodass nun auch die Eichendorffstraße von der Holz- zur Neue Straße ein frisches Gesicht erhält. Unter anderem werden die Gehwege und die Parkplätze gepflastert, die Fahrbahn erhält einen Asphaltbelag. Erneuert werden zudem der Abwasserkanal sowie die Straßenbeleuchtung. Die Verwaltung rechnet mit einer Bauzeit von acht bis zehn Wochen, sodass die Eichendorffstraße spätestens am 6. November wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Bis dahin sollen die Arbeiten am benachbarten Grünen Herz längst abgeschlossen sein. Derzeit sind noch schwere Maschinen auf dem Gelände zu Gange, immerhin lässt sich aber schon erahnen, wie das Areal einmal aussehen wird.

Ende Mai, so sieht es der Plan vor, dürfen die Bad Uracher Kinder das Areal wieder in Besitz nehmen. Erfreuen können sich die Mädchen und Buben dann beispielsweise an Wasserfontänen, Bodentrampolinen und Sitzsteinen entlang der Elsach. Auf einer größeren Rasenfläche bleibt Raum für Sport und Bewegung. Als zentrales Spielgerät bestellt die Stadt ein Schiff, genauer gesagt eine Kogge, die den Kindern verschiedene Möglichkeiten bietet, sich auszutoben.

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