Der Apfel als knackiges und regionales Thema

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    Gut gelaunt trotz abwechslungsreichen Wetters: Beim Apfelfest in Bad Urach kamen auch die Kleinsten auf ihre Kosten. Foto: 
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    Auch die Dekoration bleibt dem Thema der Woche treu.  Foto: 
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Wer am Sonntag in Bad Urach einen Parkplatz suchte, musste Glück haben. Das Apfelfest lockte viele Besucher in die Kurstadt, die sich ganz dem Thema Apfel widmete. Los ging es um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz. Die Bühne gehörte dann ab 12 Uhr dem Bad Uracher Kinderchor, der Apfellieder vortrug. Die Festbesucher belohnten die kleinen Sänger mit einem Applaus.

Unter den Gästen tummelten sich Kinder, die ihren Spaß daran hatten, die alte Presse auszuprobieren. Aber auch die historischen Geräte und Fahrzeuge lockten zum Anschauen und Probesitzen. Bereitgestellt wurden sie von den „Freunden Alter Technik“ aus Römerstein. Überall auf dem Marktplatz waren Stände zu finden, die sich auf ihre Art dem Apfel widmeten. Darunter auch der Obst- und Gartenbauverein (OGV). Eberhard Kächele vom OGV war mit dem Fest zufrieden, auch wenn das Wetter teilweise hätte besser sein können. Mit anderen Vereinsmitgliedern hielt er bei Nieselregen die Stellung am Stand. Dort wurde Kaffee und selbstverständlich selbst gemachter Apfelkuchen angeboten. Kächele lobte das diesjährige Programm und merkte an „Der Gottesdienst war gut besucht, es waren sicher 150 Menschen da.“

Die Festbesucher verteilten sich aber nicht allein auf dem Marktplatz, sondern auch in den Geschäften. Als kleines Extra gab es einen verkaufsoffenen Sonntag. Das Stimmenwirrwarr verlief sich bis in die kleinen Gassen. Obwohl alles entspannter wirkte als unter der Woche. „Nur keine Hektik, ich bin bis sechs Uhr da“, tönte es von einem der Stände, bei dem man sich mit allerlei Küchenzubehör eindecken konnte.

Organisiert hat das Ganze der Verein Bad Urach Aktiv in Kooperation mit dem OGV und der Stadt. Sabine Hunzinger, Vorsitzende von Bad Urach Aktiv ist von der Umsetzung begeistert. Die Zusammenarbeit habe gut funktioniert. Die Vereine wollten zeigen, dass in Urach was gemacht wird. „Das Apfelfest hat auch eine Breitenwirkung“, so die 58-Jährige. Jeder könne sich damit identifizieren und der Apfel sei doch was Knackiges, scherzt Hunzinger. Für sie sei es wichtig zu zeigen, dass es nicht nur kritische Stimmen aus Bad Urach kommen, sondern auch „etwas Positives“.

Die Idee für ein solches entsprang der Landschaft und dem Kulturgut der Streuobstwiese. „Sie gehören einfach dazu“, bekräftigt die Vorsitzende. Das Fest sei dafür auch noch einmal eine Art Plattform, bei der darüber informiert wird. Mit dabei ist auch eine kleine Delegation aus der ungarischen Partnerstadt Enying „Sie haben aufgestockt“, sagt die 58-Jährige. Die Spezialitäten seien so beliebt, dass es in diesem Jahr einen doppelt so großen Stand und sicher auch mehr zu essen gibt, mutmaßt Hunzinger. Sie ist der Ansicht, dass damit die Partnerschaft auch gelebt wird und die Menschen es selbstverständlich positiv wahrnehmen.

Das Fest solle die Gemeinschaft in Bad Urach zeigen, und sei nicht auf den Kommerz aus, betont die zweite Vorsitzende. So haben sich auch die Kleinsten engagiert und die Deko-Äpfel angemalt. Außerdem gab es die runden Früchte in allen Variationen auf dem Markt und in den Geschäften zu erwerben.

Die Apfelwoche geht am Mittwoch weiter. Um 19.30 Uhr gibt es einen Vortrag mit Ulrich Schröfel über „Invasive Schädlinge im Pflanzenbereich“. Veranstaltungsort ist im Rathaus Bad Urach, Historischer Sitzungssaal. „Die Tote vom Seeburger Tal“ liest am Donnerstag, 12. Oktober, Werner Kehrer im „Konditorei-Café Ruf“.

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