Beifall fürs Vorzeige Projekt in der Ortsmitte

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Symbolische Schlüsselübergabe vor dem Neubau: Jens Mews, Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation Metzingen, Vorstandsmitglied Holger Dembek, Pflegedienstleiterin Monika Dölker, Architekt Jochen Klarmann, der stellvertretende Grafenberger Bürgermeister Thomas Vorwerk und Bauträger Wolfgang Held freuen sich über das neue Gesundheitsdorf.  Foto: 

Große Räume, hohe Fenster, barrierefreie Wege und viele Anlaufstellen für Pflegebedürftige unter einem Dach: Das neue Gesundheitsdorf in der Grafenberger Ortsmitte steht. Viele Besucher haben gestern den „Tag der offenen Tür“ genützt und den Neubau gleich neben der Bücherei besichtigt. Darunter nicht nur Grafenberger, sondern Gäste aus dem ganzen Ermstal.

Schließlich zieht ins Erdgeschoss des neuen Hauses die Diakonie-Sozialstation Metzingen ein. Die Schwestern und Pfleger versorgen von dort aus, neben Grafenberg, auch Riederich und Teile Metzingens – vom Neugreuth bis zum Förstlen.

Aber zurück zum Festakt. Den hatten die Gastgeber zunächst in die Grafenberger Michaeliskirche verlegt. Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler ging dort nach dem Gottesdienst nochmals auf die Geschichte des Großprojekts Gesundheitsdorf ein: Auslöser für den Neubau war die Raumnot der Diakonie-Sozialstation Metzingen in der Außenstelle in Grafenberg. Die hatte in den vergangenen 20 Jahren in Räumen in der Ortsbücherei ihr Domizil. Doch wo anfangs fünf Schwester arbeiteten, waren es zuletzt 18. „Das war einfach zu eng und nicht mehr tragbar“, urteilt Pflegedienstleiterin Monika Dölker später beim Rundgang durchs Haus.

Dank des Neubaus kann nun die Grafenberger Dependance der Sozialstation erhalten bleiben – wobei das Bauvorhaben zunächst unter keinem guten Stern stand. Mitten in den Vorbereitungen verstarb plötzlich der ehemalige Leiter der Diakonie Sozialstation, Oliver Maier. „Er hat mit seiner Vision den Anstoß für das Projekt Gesundheitsdorf gegeben“, würdigte der jetzige Geschäftsführer Jens Mews seinen Vorgänger. Bis mit Mews selbst ein neuer Hauptamtlicher gefunden war, übernahm Grafenbergs ehemaliger Bürgermeister Holger Dembek als Vorstandsmitglied die Geschäfte. „Er hat sich unermüdlich für das Projekt eingesetzt“, so Jens Mews weiter. Dem Alt-Schultes zu Ehren erhält der Besprechungs- und Aufenthaltsraum der Diakoniestation deshalb den Namen „Dembek-Zimmer.“

Platz ist im Neubau aber nicht nur für die Sozialstation. Im ersten Obergeschoss sind altengerechte Wohnungen untergebracht, die ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit Assistenz ermöglichen. Im Dachgeschoss finden sich Appartements mit Dachterrassen.

Ein Lob für Projekt und Bauherren gab es auch von Landrat Thomas Reumann. Er freut sich, dass die Grafenberger versuchen, die Älteren mitten im Ort ins Dorfleben zu integrieren. Ins Haus zieht übrigens auch eine Praxis für Physio-, Logo- und Ergotherapie ein, alles zusammen soll dafür sorgen, das Ortszentrum attraktiver und belebter zu machen. Geplant ist auch ein Café mit Bäckerei.

Das ganze Projekt kostet rund 450 000 Euro. Die Fernsehlotterie hat einen Zuschuss in Höhe von ­­145 000 Euro bewilligt, die er Lechler-Stiftung 40 000 Euro, der Krankenpflegeverein Grafenberg spendete 50 000 Euro.

Die Diakonie-Sozialstation hat zwei Bezirke neu strukturiert. Folgende Einteilungen gelten ab Oktober:

Pflegebezirk Nord: (Riederich und Grafenberg), Standort Nürtingerstraße 16, Grafenberg (Gesundheitsdorf).
Pflegebezirk Nord 2: (Neugreuth, Millert, Reisach und Förstlen sowie Wilhelm-Carlstraße), Standort Nürtinger Straße 16, Grafenberg.
Pflegebezirk Ost: (Ösch, Neuhausen, Glems), Standort Glemserstraße 1, Metzingen-Neuhausen.
Pflegebezirk Süd: (unverändert Metzingen südlich der Bahnlinie), Standort Heinrich-Heine-Straße 32 Metzingen.

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