Bald steigen Drachen auf

Die Fliegergruppe Grabenstetten beendet die Segelflug-Bundesliga in diesem Jahr auf Rang 14. Nächstes Großereignis ist das Drachenfest im September.

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In der zweiten Segelflug-Bundesliga stand am vergangenen Wochenende das Finale ins Haus: Nach 19 Wochenenden, an denen jeder Verein seine drei schnellsten Segelflüge in die Wertung schickte, stand für die Piloten die Abrechnung an. Grabenstetten beendet die Saison auf Rang 14 und ist damit der zweitbeste Verein aus Baden-Württemberg.

Was die Rahmenbedingungen angeht, so schloss sich der Kreis für Grabenstetten. Wie schon zu Beginn der Saison glänzte die Alb zum Rundenschluss nicht gerade mit gutem Flugwetter. Regen am Samstag, und zeitweise dichte Wolkenbänder mit viel Wind am Sonntag machten es schwierig, zweieinhalb Stunden in der Luft zu bleiben und dabei auch noch mindestens 200 Kilometer Strecke zurückzulegen, wie es für die Liga-Wertung erforderlich ist. Für Grabenstetten hatte die Erfolgssträhne der vergangenen Wochen ausgerechnet in dieser letzten Runde ein Ende: Kein einziger Flug erfüllte die Anforderungen für die Liga-Wertung. Die Nullrunde kostet zum Ende nochmal einen Platz in der Tabelle.

Starke Nerven bewies der Aeroclub Esslingen, der vor den schwierigen Bedingungen auf der Alb weit Richtung Nordosten nach Franken flüchtete. Das brachte den Esslingern nicht nur Schnitte bis 117 Stundenkilometer und den Sieg in der letzten Liga-Runde, sondern rettete in allerletzter Sekunde noch den Klassenerhalt.

Den Meistertitel in der zweiten Liga holte sich der Hamburger Aeroclub Boberg, der in der letzten Runde einen hauchdünnen Vorsprung von drei Punkten vor dem LSV Gifhorn (Niedersachsen) verteidigt hat. Dritter wurde der Aeroclub Berlin. Vier der sieben Aufsteiger dieser Saison kommen aus Niedersachsen und Hamburg, aber der Flugsportclub Eichstätt (Fränkische Alb) bewies, dass auch für Vereine aus Süddeutschland der Aufstieg möglich war.

Der beste Verein aus Baden-Württemberg ist Schwäbisch-Hall auf Platz acht. Hinter Grabenstetten, mit Platz 14 der zweitbeste Club aus dem Ländle, drängen sich mit nur wenigen Punkten Abstand die Vereine aus Tübingen und Gerstetten. Zu den Absteigern gehören unter anderen Ulm und Mannheim. Sie müssen sich im kommenden Jahr in der Landesliga messen.

In der ersten Bundesliga flog der LSV Burgdorf zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren an die Spitze, gefolgt von Braunschweig und Donauwörth. Für die schwäbischen Erstligisten fiel die Saison 2016 höchst unterschiedlich aus: Während Blaubeuren die ganze Saison über stabil in der vorderen Hälfte mitflog und am Ende auf Platz zehn landete, gehören die Fliegergruppe Dettingen/Teck und Laichingen zu den Absteigern und fliegen in der nächsten Saison, wie schon 2015, mit Grabenstetten zusammen in der zweiten Liga.

Auch nach dem Ende der Liga-Saison hoffen die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten noch auf einige schöne Spätsommer-Flüge. Am 24. und 25. September steht mit dem alljährlichen Drachenfest das nächste größere Ereignis auf dem Flugplatz an.

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