Bad Uracher Musiknacht mit Toten Hosen, Blues und Folk-Rock

Aus Franks Bar drangen E-Gitarre und Mundharmonika nach draußen, rockiger Blues war dort angesagt. Die Musiknacht in Bad Urach hat ihren Besuchern wieder ein buntes Programm geboten.

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  • Premiere zur Musiknacht: Hohe und bunt beleuchtete Pylonen wiesen den Weg zu den Locations der Musiknacht. Rock, Blues und deutschem Schlager: Die Kneipen waren schnell voll. Fotos: Jürgen Herdin 1/3
    Premiere zur Musiknacht: Hohe und bunt beleuchtete Pylonen wiesen den Weg zu den Locations der Musiknacht. Rock, Blues und deutschem Schlager: Die Kneipen waren schnell voll. Fotos: Jürgen Herdin
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Aus Franks Bar drangen E-Gitarre und Mundharmonika nach draußen, rockiger Blues war dort angesagt. Und der sagenhafte Auftritt der hessischen Cover-Band "Hier kommt Alex" wurde sogar auf einer Großleinwand für das begeisterte Publikum im Hof übertragen.

Es war Musiknacht - und die Stadt voller Leute, die auf ihrer Tour acht Bands zur Auswahl hatten. Dazu gabs in den Wirtshäusern und in den Cafés leckere Snacks, Fassbier und Cocktails. Spät in der Nacht gings dann zum neunten Treff und zum Nachfeiern, was neudeutsch "After Show Party" heißt, ins Forum 22. Dort kam die Musik dann aus der Dose, ein DJ aus dem Reutlinger "Atrium" legte dort heiße Scheiben auf.

"Da lacht mein Herz, das ist hier ein Quell der Freude", so jubelte durchaus poetisch der neue - vom abendlichen Trubel selbst schwer beeindruckte und begeisterte - Musiknacht-Manager Sebastian Hauenstein. Und dazu hatte der Uracher auch allen Grund. War er schließlich "nur" eingesprungen, so ganz auf die Schnelle. Und angesprungen sind dann ebenso zügig die Gastwirte der Stadt. Wie berichtet hatte der bisherige Veranstalter Holger Graf recht kurzfristig den Bettel hingeschmissen, da blieb Hauenstein, der für Mitte November den Gig mit den "Prinzen" organisiert, gerademal "etwas mehr als ein Monat Vorbereitungszeit." Doch alles lief wie am Schnürchen, besser: am weißen "Bändelchen". Denn nur dieses öffnete den Nachtschwärmern am Samstagabend die Türen.

Im Laurentia wars besonders schnell proppevoll, hatten dort doch die Lokalmatadoren von "Booghk de Doo" ihr Heimspiel. Die Band um Lead-Sänger und Dudelsackpfeifer Alexander Edel und Bernd Mall am Akkordeon ließen es fetzig, folkig rocken, "Rock den Blues" mit Calo Rapallo und Lucky Leucht zogen in Franks Bar ein eher reiferes Publikum in ihren Bann.

Das Highlight in der langen Kurstadt-Musiknacht war "Hier kommt Alex" im Bräustüble. Alex heißt nicht nur die Sängerin der Truppe, sondern auch der Hit der "Toten Hosen". Und deren Chef Campino war von der Punkrock-Röhre aus Hessen so beeindruckt, dass er Alex und ihrer Band ganz offiziell eine Art "Cover-Lizenz" gab.

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