Auf dem Weg zum Traumjob

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    Ein fertiges Spiel als Erinnerung. Foto: 
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Jeder Jugendliche hat diese Frage schon einmal gehört: Was willst du eigentlich mal werden? Die Antwort darauf ist nicht leicht. Woher weiß ein 13-Jähriger, was er für den Rest seines Lebens machen möchte? Um ein bisschen Klarheit in das Bewerbungsdickicht zu bringen, hat die Berufliche Bildung (BBQ) Tübingen ein Projekt ins Leben gerufen.

Der Berufswahlkompass Metall soll Schülern zwischen der achten und neunten Klasse helfen, sich ein Bild von den Betrieben im Ermstal zu machen. Dafür kooperiert die Tübinger Gesellschaft mit Schulen und Firmen in der Region.

Mit dabei sind Elring-Klinger, Voestalpine Automotive Dettingen und Sauter Feinmechanik sowie die Schönbein Realschule, die Neugreuth Schule Metzingen und die Barbara-Gonzaga-Gemeinschaftsschule Bad Urach. Koordiniert wird das Projekt von der BBQ durch Anette Beeh und Catherine Flaig. Unterstützt wird der Berufswahlkompass zudem von der Bundesagentur für Arbeit Reutlingen und Südwest Metall.

Orientieren und entwickeln

Ziel des gesamten Programms ist es, den Schülern einen praxisnahen Einblick in diverse Berufe zu geben. Bevor es aber dazu kommt, gibt es einen Informationsnachmittag für die Schüler. Sie können sich dann freiwillig dafür einschreiben. Der Besuch der Kurse ist wiederum Pflicht. So gibt es Seminare wie beispielsweise zum Thema Bewerbung. Gedacht ist das in erster Linie für Achtklässler von Realschulen.

Ein Jahr lang nehmen sie dann ein Mal pro Monat verpflichtend an einer Veranstaltung teil, dafür werden sie auch vom Unterricht freigestellt. Pro Jahr gibt es für den Berufswahlkompass Ermstal drei Gruppen mit je 15 Schülern. „Wir begleiten die Jugendlichen in einer Phase, in der sie noch nicht genau wissen, was sie wollen“, erklärt Catherine Flaig.

Es sei toll, zu sehen, wie sich die Schüler innerhalb eines Jahres verändern. „Sie werden reifer“, so die Pädagogin. Im Besonderen der Austausch mit den Auszubildenden steht im Fokus, wie Catherine Flaig sagt. „Für die Jugendlichen ist es optimal, wenn sie die Chance haben, Fragen an die Azubis zu stellen“, erklärt dieBetriebswirtin. Sie begleitet eine 14-köpfige Gruppe zu Voestalpine nach Dettingen. Dort haben die Jungs die Möglichkeit den Betrieb und die Ausbildungsleiter kennenzulernen. Nach einer kurzen Führung wird aber praktisch gearbeitet. Ziel ist es, ein Mühlespiel aus Metall herzustellen. „Das ist nicht so einfach“, merkt Flaig an. Aber am Ende sei man stolz auf sein Exemplar, in dem auch der Name eingraviert wird. Ein echtes Unikat für unterwegs. Andreas Haux und Uwe Gatzky, Ausbildungsleiter bei Voestalpine, sind Befürworter des Berufswahlkompasses. Vielleicht helfe der Tag im Dettinger Unternehmen auch, seinen Wunschberuf zu finden, sagt Haux. „Wir zeigen ihnen hier ein Berufsbild auf und geben ihnen die Chance, sich damit auseinanderzusetzen.“ Was bei all dem aber auch nicht fehlen darf, ist der Spaß, wie der Ausbildungsleiter sagt.

Grüßen will gelernt sein

Lob fürs Projekt an sich gab es auch von Kevin Langlitz. Hilfreich fand er das Seminar darüber, wie man sich passend begrüßt und verabschiedet.

Der 13-Jährige weiß bereits heute, was er später einmal machen will: Er will Kfz-Mechatroniker werden.

Zu den Hauptaufgaben der Voestalpine Automotive Components Dettingen GmbH gehört es, einbaufertige Stanz- und Umformteile zu entwickeln und zu produzieren. Ebenso wie für die Baugruppen, Sicherheits- und Aufprallschutzkomponenten für die Automobilindustrie.

Die Produktpalette umfasst Ölwannen, Seitenschutzkomponenten, Getriebeteile, einbaufertige Schweißgruppen und viele weitere.

Zurzeit gibt es 48 Azubis am Standort Dettingen und 750 Beschäftigte. Weltweit arbeiten 50 000 Mitarbeiter für den Konzern und das in Europa, China und Südafrika.

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