Bub stürzt in Höhlenschacht
Bad Urach. Gleich zwei Unfälle haben sich innerhalb einer Stunde in Urach ereignet. Ein Bub stürzte in einen Höhlenschacht, am Wasserfall verunglückte eine Frau.
Ein sechsjähriger Bub, der am Mittwoch zusammen mit einem Sozialpädagogen und seiner achtjährigen Schwester auf der Sirchinger Alb unterwegs war, hat sich beim Sturz in einen Höhlenschacht schwere Verletzungen zugezogen. Der Junge begab sich gegen 17.50 Uhr in einem unbeaufsichtigten Moment in den zunächst ebenerdig verlaufenden Höhlenschacht des so genannten Venediger Lochs im Gewann "Schorren" und rutschte anschließend etwa 20 Meter weit einen Abhang hinunter. Danach fiel das Kind über mehrere Absätze hinweg weitere 20 Meter tief in den Höhlenschacht. Nachdem der schwer verletzte Bub von der Bergwacht gerettet worden war, wurde er nach ärztlicher Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in eine Tübinger Klinik geflogen.
Da sich die Rettung des verunglückten Jungen aus dem Schacht personell und materiell sehr aufwendig gestaltete, wurde sicherheitshalber die Höhlenrettung Baden-Württemberg alarmiert, deren Einsatz aber nicht mehr erforderlich wurde. Vielmehr konnten Angehörige der Bergwacht zusammen mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten in den Schacht einsteigen und dort die Erst- und Notversorgung des Kindes vornehmen, bevor der Junge knapp zwei Stunden nach seinem Sturz gerettet wieder ans Tageslicht kam.
An der Rettungsaktion beteiligten sich ein Notarzt und vier Rettungssanitäter beziehungsweise -assistenten sowie 19 Angehörige der Bergwacht und 14 Feuerwehrleute.
Nur knapp eine Stunde nach dem Unfall des Buben ist eine 19-jährige Frau am Wasserfall einen Steilhang hinuntergerutscht. Als die Frau am Mittwoch gegen 18.40 Uhr alleine auf dem Fußweg im oberen Bereich des Wasserfalls unterwegs war und talwärts ging, knickte sie ihren Angaben zufolge mit dem Fuß um und rutschte etwa 15 Meter den Steilhang hinunter. Die Frau, die sich mittelschwere Verletzungen zugezogen hatte, wurde kurz danach von einer Gruppe Spaziergänger gefunden. Nachdem die Wanderer einen Notruf abgesetzt hatten, wurde die 19-Jährige ebenfalls von der Bergwacht gerettet und nach ihrer Erstversorgung mit einem Rettungswagen in die Ermstalklinik gebracht. An diesem Einsatz waren zwei Rettungsassistenten mit einem Rettungswagen sowie sechs Angehörige der Bergwacht Pfullingen beteiligt.
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30.04.2010
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