Am Fels wird’s brenzlig: Höllenlöcher gesperrt

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Ortstermin am Fels: Jochen Baur (r.) mit Vertretern von Naturfreunden und Bergwacht.  Foto: 

Erst wenige Wochen ist Dettingens neuer Tiefbauamtsleiter Jochen Baur im Amt – da blühte ihm gestern schon ein Außeneinsatz mit riskanter Note: Gemeinsam mit einer Abordnung von Bergwacht und Naturfreunden inspizierte der Baufachmann die Felsen der so genannten Höllenlöcher oberhalb Dettingens. Die Klamm zählt bekanntlich zu den spektakulärsten und wildesten Felsschluchten des Ermstals. Denn dort oben tut sich im wahrsten Wortsinn die Erde auf, weil der Albrand im Zeitlupentempo abrutscht. Jetzt sorgte die Witterung eimmal wieder dafür, dass der Stein rotiert. Mächtige Felsbrocken lösten sich Anfang der Woche aus der Höllenlöcher-Gruppe und stürzten auf den darunter liegenden Waldweg.

Der Wechsel zwischen Frost und Tau sowie die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage haben wohl den Felsrutsch  ausgelöst, erklärt Jochen Baur. „Wenn sich oben Wasser ins Gestein setzt, kommt schon mal was runter“. Die Krux an der Sache: Der Wanderweg ist äußerst beliebt bei Joggern, Fußgängern und auch Mountainbikern. Die Gemeinde Dettingen musste deshalb rasch reagieren. Sie hat die Strecke zwischen den Höllenlöchern und der „Schönen Buche“ umgehend gesperrt. Dabei wird es auch vorerst blieben, bestätigt der Tiefbauamtsleiter. Mindestens zwei Wochen dauern die Aufräumarbeiten und Untersuchungen am Fels, mit denen die Experten gestern starteten.

Nächster Schritt: Die Ehrenamtlichen der Bergwacht prüfen nun die Lage am Fels, beseitigen das lose Gestein und informieren die Verwaltung über weitere Gefahrenstellen. Dann wird der Wanderweg geräumt, sprich das ganze Gestein abtransportiert.

Parallel dazu möchte die Gemeinde auch einen  Geologen beauftragen. Der soll den Fels en detail untersuchen und die Verwaltung für mittelfristige Entwicklungen in der Felsschlucht sensibilisieren, so der neue Mann im Rathaus.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der der Stein gelöst rund um die Höllenlocher. Erst vor gut zwei Jahren drohte dort eine lockere Felsnadel abzustürzen. Damals musste die Nadel abgesprengt werden, die Dettinger Feuerwehr sicherte ab. Auch damals sperrte die Gemeinde den Weg über Wochen. Und vorläufig müssen Wanderer, die oberhalb des Dettinger Naturfreundehauses unterwegs sind, erneut einen Umweg nehmen: Der führt über die „Hintere Felsenquelle“ und die „Alte Steige“ bis vor die Höllenlöcher.

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