Alles leuchtet, feiert, musiziert

Was für ein Jubiläum. Was für ein Fest. Zwei Tage lang feierten die Dettinger ihre Kirche, mit Lichtillumination, Musik, gutem Essen und vielem mehr.

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  • Gut hocken ließ es sich zwischen Kirche und Rathaus. 1/4
    Gut hocken ließ es sich zwischen Kirche und Rathaus. Foto: 
  • Die Jubilarin im Lichterglanz: Am späten Samstagabend leuchtete die Stiftskirche  in  verschiedenen Farben. 2/4
    Die Jubilarin im Lichterglanz: Am späten Samstagabend leuchtete die Stiftskirche  in  verschiedenen Farben. Foto: 
  • Viele Vereine mischten mit: Der Liederkranz gratulierte musikalisch. 3/4
    Viele Vereine mischten mit: Der Liederkranz gratulierte musikalisch. Foto: 
  • Die Musiker Matthias Beck und Jakob Manz sorgten für den guten Ton zum Farbenspiel 4/4
    Die Musiker Matthias Beck und Jakob Manz sorgten für den guten Ton zum Farbenspiel Foto: 
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Natürlich stach die Lichtprojektion an der Stiftskirche am vergangenen Wochenende aus dem Fest in Dettingens Herz hervor. Beeindruckend war das. Berauschend. Faszinierend. Einzigartig - auch wenn in anderen Kommunen solche Illuminationen schon durchgeführt wurden. Für die Dettinger war es auf jeden Fall etwas ganz Besonderes, ihre Kirche und die umgebenden Gebäude in unterschiedlichsten Farben, Formen und Kreationen hervorgehoben zu sehen.

Doch beim Fest zum 150jährigen Bestehen des Kirchenschiffs der Dettinger Stiftskirche gab es noch viel mehr zu sehen, zu hören und zu genießen. Gutes Essen etwa. „Am Samstag bewirteten in den Ständen andere Vereine als am Sonntag“, berichtete Heike Reichenecker, die zusammen mit Andreas Randecker und einem Arbeitskreis der evangelischen Kirche die Festvorbereitungen gestaltet hat. Viel Arbeit war das. „Wir haben im vergangenen Oktober begonnen“, sagte Randecker. Genauso wie Reichenecker war er voll des Lobes für die Zusammenarbeit mit der bürgerlichen Gemeinde. Und auch mit den Dettinger Vereinen - das Fest zum Kirchenjubiläum war eine Gemeinschaftsaktion von allen Dettingern, betonten sie beide.

Und das hat sich gelohnt, wie auch Bürgermeister Michael Hillert zur offiziellen Eröffnung des Festes zwischen Kirche, Rathaus und Bürgerhaus hervorhob: All die Vorbereitungen, seien „belohnt worden mit dem großen Zuspruch der Dettinger“, so der Schultes. Belohnung auch durch das Lachen der Kinder, die sich in der Spielstraße auf dem Schulhof der Uhlandschule ausgiebig und freudig vergnügten. „Lasst uns unsere Kirche feiern und genießen“, forderte Hillert die Dettinger Bürgerinnen und Bürger auf.

Das ließen sie sich natürlich nicht zwei Mal sagen. Sie taten das etwa zu der Musik von „Gospel zu zweit“ oder zu dem „Wandelkonzert“ am Sonntag, bei dem die Ermstalmusikanten ebenso aufspielten wie der Handharmonika-Club, der CVJM-Chor, Liederkranz, „Vocal Affairs“, der Kirchenchor, CVJM-Bläserkreis und Posaunenchor. Quasi akustische Leckerbissen am Fließband, an jeweils unterschiedlichen Plätzen, zwischen Rathausplatz, Stiftskirche und Zillenhart-Saal wandelnd. Ebenfalls ein Höhepunkt des Festwochenendes – der „Gemeinde-leben-Gottesdienst“, bei dem verschiedene Chöre mitwirkten.

Also ein Erfolg? Durchaus, wie Heike Reichenecker betonte. „Die Intention des Fests war ja, Nicht-Kirchengänger und Kirchenglieder gemeinsam anzusprechen, also für alle was zu machen“, betonte die hauptamtliche Kirchenmitarbeiterin. Dass sich die Kinder nicht nur in der Spielstraße vergnügten, sondern auch Bilder der Dettinger Kirche aus ihrer Sicht gemalt hatten, darf als weiterer Pluspunkt verbucht werden. Die Ausstellung der Bilder ist noch den Rest der Woche in der Stiftskirche zu sehen. Mit all dem ist die Feier zum 150jährigen Bestehen des Kirchenschiffs aber noch nicht vorbei: Ende September geht es weiter, eine Woche lang werden da weitere Aktivitäten, Vorträge und Höhepunkte auf die Dettinger warten. Ein würdiges Jubiläumsjahr also. Und das obwohl, so Pfarrer Tobias Gentsch, sich in Dettingen ja schon vor mehr als 1000 Jahren die Gläubigen zum Beten in der Gemeinde trafen. „Wir haben auf jeden Fall allen Grund, dankbar zu sein“, betonte der Theologe. „Nicht nur dafür, dass wir in Frieden und Freiheit hier leben dürften, sondern auch dafür, dass die kirchliche und bürgerliche Gemeinde bei diesem Fest so gut zusammengearbeitet hat.“

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