"Ned schlecht", dieses "Best of"

Am kommenden Samstag feiert das St. Johanner "Chörle" sein 20-jähriges Bestehen. Zum großen Jubiläumskonzert in Lonsingen hat der 40-köpfige Projektchor ein besonderes "Best of" einstudiert.

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Jung, mit Schwung und Begeisterung: Das "Chörle" feiert am Samstag sein 20-jähriges Bestehen.  Foto: 

Aus Cachinga würde Gächingen, aus Longesingen Lonsingen. Namen verändern sich im Laufe der Jahrhunderte. Freilich blickt das "Chörle" nur auf zwei Jahrzehnte zurück, eine Lautverschiebung hat es trotzdem schon hinter sich. Nachdem "s'Chörle" 1995 als Jugendchor der Kirchengemeinde Gächingen-Lonsingen ins Leben gerufen war, fiel das apostrophierte "S" irgendwann über Bord. Aus dem reinen Jugendchor wurde im Lauf der Jahre eine generationsübergreifende Singgemeinschaft für ganz St. Johann. Geblieben ist: die Lust am Gesang.

Der Chor, mit rund 20 Mitgliedern aus dem ganzen Kispel, hat sich in den Jahren einen klingenden Ruf ersungen, gestaltet mit seinem breiten Spektrum, von Gospel bis zu christlicher Popmusik, Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen. Etwa alle drei Jahre laden die Chorleiterinnen Daniela Brändle, Deborah Schwenkel und Sarah Rein überdies zum großen Konzert.

Und das steht am Samstag in der Lonsinger Auferstehungskirche ganz im Zeichen des runden Geburtstags. Die Sänger, zwischen 20 und 50 Jahren, präsentieren ein klingendes Potpourri der vergangenen zwei Jahrzehnte. Auf den Notenzetteln stehen Stücke, die sich in den Chormappen der letzten 20 Jahre finden. Beim musikalischen Rückblick wirken dabei nicht nur die derzeitigen Mitglieder des "Chörles" samt Band mit, sondern auch Sänger, die die Chorarbeit umständehalber aufgeben mussten - sich der vitalen Gruppe aber bis heute verbunden fühlen. Der Projektchor zum Jubiläum besteht aus rund 40 Sängern, von weit über St. Johann hinaus.

"Überwältigend", so erinnert sich Fabian Röken, sei die Bereitschaft der Ehemaligen gewesen, Teil des Jubiläumschors zu sein. Beredter Ausweis einer Chorarbeit, die dem künstlerischen Anspruch, ein gutes Stück Geselligkeit gegenüberstellt: "Unser Ziel ist nicht Perfektionismus, sondern Spaß", bringt es Daniela Brändle auf den Punkt. Fester Bestandteil der Probenarbeit ist immer auch die "Nach-Probe" - Stimmbänder wollen schließlich vor dem Austrocknen geschützt sein. "Wir sind eine lustige Truppe", bestätigt Röken die ambitionierte, aber lockere Arbeitsatmosphäre. Hin und wieder fällt dabei sogar ein Lob von Deborah Schwenkel ab: "Ned schlecht" heißt es dann im besten schwäbischen Unterstatement vom Notenpult.

Allem Spaß zum Trotz, stand der Chor vor wenigen Jahren kurz vor dem Aus. Ein Chor mit nur etwas mehr als eine handvoll Mitglieder macht wenig Sinn. Es kam zur Öffnung und zur gezielten Ansprache möglicher Interessenten. Entstanden ist ein bunt gemischter Generationenchor, der mit seinem Konzert am Samstag mitreißen will. "Schön wäre es, wenn junge Leute dazukommen", bekräftigt Deborah Schwenkel.

Es wäre der Grundstock dafür, die Qualität des Chores zu erhalten und sein Fortbestehen zu ermöglichen. Zunächst aber geht es am Samstag um ein unbeschwertes Fest der Musik. Im Anschluss an das Konzert gibt es einen Stehempfang und die Gelegenheit ein paar Worte zu wechseln. Hört man dann Chorleiterin Deborah Schwenkel "ned schlecht" sagen, kann man sich endgültig sicher sein, dass es ein rundherum gelungenes Konzert war.

Info Das Konzert des "Chörle" in der Lonsinger Auferstehungskirche beginnt am Samstag um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, gebeten wird jedoch um Spenden. Der Erlös soll zur Anschaffung eines E-Piano für die Kirchengemeinde verwandt werden.

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