Kameraden sind für den Ernstfall bestens gerüstet

Ein ruhiges Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstetten. Drei Einsätze sowie 24 Übungsdienste und viele ehrenamtliche Arbeitsstunden haben die Kameraden 2011 absolviert.

Grabenstetten - Bei der Corpsversammlung bewies die Feuerwehr erneut, dass sie für den Ernstfall bestens vorbereitet ist. Aktuell besteht die aktive Wehr aus 35 Feuerwehrleuten in vier Gruppen mit neun ausgebildeten Gruppenführern. Per Handschlag konnte Kommandant Reiner Rehm mit Janine Mayer und Giuseppe Lonetti gleich zwei neue Mitglieder als Feuerwehranwärter in die aktive Wehr aufnehmen. Beide waren bislang bereits in der Jugendfeuerwehr aktiv.

Im Jahr 2011 gab es keine spektakulären Vorkommnisse. Alle drei Einsätze liefen für die Beteiligten glimpflich ab.

Ein lang gehegter Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr ging im vergangenen Jahr in Erfüllung. Um für die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen noch besser gerüstet zu sein, hat die Gemeinde Grabenstetten eine entsprechende Schere und einen Spreizer angeschafft. So können Verletzte noch schneller aus den Fahrzeugen befreit werden. Zusätzliche Übungseinheiten waren erforderlich, um die notwendige Routine im Umgang mit den neuen Geräten zu erlangen. Die Feuerwehrleute Ralf Ankele, Uwe Mayer, Ulrich Klingler, Rolf Walter sowie Kommandant Reiner Rehm leisteten zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden, um den Geräteschlitten bedarfsgerecht um- und in das Fahrzeug einzubauen.

Bürgermeister Harald Steidl freute sich über diesen Einsatz, der der klammen Gemeindekasse erheblich Geld sparte: "Wir Schwaben drehen den Euro mehrfach um, bevor wir ihn ausgeben. So können wir auch in Krisenzeiten manches Wünschenswerte leisten." In seinem Grußwort ging Steidl darauf ein, dass eine gute technische Ausrüstung eine der Voraussetzungen ist, damit die Freiwillige Feuerwehr ihren Auftrag zum Wohle der Bürger erfüllen kann. Weitere Erfolgsfaktoren für die gute Arbeit der Wehr seien Gemeinschaftssinn, eine gute Ausbildung der einzelnen Feuerwehrleute sowie leistungsfähige Fahrzeuge und Geräte. Er lobte das Engagement der Feuerwehr, die sich das ganze Jahr hindurch für die Gemeinde einsetze.

Kommandant Reiner Rehm erinnerte in seinem Bericht auch an die kameradschaftlichen Aktivitäten. Der Höhepunkt war ein dreitägiger Ausflug in die Donaumetropole Wien.

Zu den festen Bestandteilen im Jahresablauf zählen das Feuerwehr-Fußballturnier, das Aufstellen des Maibaumes und die Organisation des anschließenden Hocks, das traditionelle Göckelesbraten beim Kandelfest sowie die Teilnahme am Vereinspokalschießen des Schützenvereins. Peter Schweiß und David Länge haben den Internetauftritt der Freiwilligen Feuerwehr komplett überarbeitet und dafür gesorgt, dass die Wehr auch weltweit mit ihren Aktivitäten zu finden ist.

Mit einem Film startete Stefan Dechert den Bericht über die Jugendfeuerwehr, die aktuell neun Mitglieder hat. Das herausragendste Ereignis war die Teilnahme am Weltrekordversuch in Pfullingen.

Der von Helmut Schweiß vorgetragene Kassenbericht war rundum positiv, so dass die Entlastung der Verantwortlichen eine reine Formsache war. Bei der Corpsversammlung standen noch Wahlen an. Da Andreas Erne nicht mehr für das Amt des Ersten stellvertretenden Kommandanten kandidierte, wählten die Mitglieder den seitherigen zweiten Stellvertreter, Jürgen Scheu. Zum zweiten stellvertretenden Kommandanten wurde Ralf Scheu gewählt, der über eine langjährige Erfahrung als Gruppenführer verfügt.

Im Anschluss wurde Kai Hirschle zum Feuerwehrmann ernannt, nachdem er seine Probezeit erfolgreich bestanden hat. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Ralf Ankele, Stefan Dechert, Holger Jerabek, Alfred Klingler, Ralf Scheu und Rolf Walter. Alle sechs fanden über die Jugendfeuerwehr zur aktiven Wehr. Kommandant Rehm bezeichnete sie als "Glücksfälle, die zwischenzeitlich in Führungspositionen tätig sind".

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Autor: SWP | 07.02.2012

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