In eisigen Welten

Bad Urach/Alb.  Der Winter erschafft sich seine eigene, eisige Welt und verändert Feld und Flur. Wer sich zu einem Spaziergang in der Kälte aufrafft, wird mit Eindrücken belohnt, die nicht alltäglich sind.

Noch ist der Uracher Wasserfall nicht gänzlich erstarrt. Wie seit Vorväter Zeiten stürzt das nasse Element zu Tale, 37 Meter beträgt die Fallhöhe. Auch der Brühlbach rauscht und murmelt, wie er das an allen Tagen auf seinem Weg in die Stadt zu tun pflegt. Und dennoch mutet das Bild, das sich derzeit im Maisental bietet anders an als gewohnt. Ein dicker Eispanzer hat sich um Steine, Zweige und Äste gelegt, winterlich erstarrt ist die Welt am Rande des Albtraufs. Ein Anblick, der im Augenblick viele Schaulustige nach Bad Urach zieht, wie die Kurverwaltung mitteilt.

Spaziergänger, die die eisige Welt selbst erleben möchten, sollten freilich gutes Schuhwerk tragen. Insbesondere dann, wenn sie gedenkt, die Treppenstufen zu nutzen, um zur Wasserfallhütte zu gelangen. Die Stufen sind stellenweise stark vereist, wer nicht aufpasst, verliert dort ganz schnell das Gleichgewicht und kommt zu Sturz, was wiederum kein schönes Ende für einen gelungenen Ausflug wäre. Winterfreuden lassen sich selbstredend auch auf der Albhochfläche genießen, mittlerweile sind etliche Skilifte in Betrieb. Dank der sibirisch-kalten Tage und Nächte konnte etwa der Skilift in Donnstetten Kunstschnee auf die Strecke rieseln lassen. 15 Zentimeter beträgt die Schneehöhe im Augenblick. Unter der Woche sind die Lifte ab 13 Uhr in Betrieb, samstags und sonntags sind Skifahrer schon ab 9 Uhr willkommen. Geöffnet ist bis 22 Uhr, gefahren wird des Nachts mit Flutlicht. Vier Lifte befördern die Skifahrer auf die Höhe, die anschließend auf der 365 Meter langen Piste einen Höhenunterschied von 54 Meter bewältigen können.

Am Zaininger Salzwinkel laufen drei Lifte, für die dieselben Öffnungszeiten wie in Donnstetten gelten. Die Anlage wartet außerdem mit einem so genannten Snowpark für Freeski und Snowboard auf. Die Abfahrtspiste ist 400 Meter lang und wird mit Flutlicht beleuchtet. Wochenends ist derzeit gleichfalls Betrieb am Beiwald in Upfingen. Die Piste ist 430 Meter lang, dank der Flutlichtanlage können die Wintersportler ihrem Hobby auch hier in den Abendstunden nachgehen. Geöffnete Lifte finden Wintersportfreunde ebenfalls in der Gemeinde Westerheim im Alb-Donau-Kreis sowie am Skilift Pfulb in Schopfloch.

Freunde des Skilanglaufs müssen sich hingegen noch immer gedulden. Die Loipen sind im Augenblick nicht gespurt, weil die Schneehöhe bis dato zu gering war. Ob der gestrige, leichte Schneefall daran etwas geändert hat, muss sich zeigen.


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Autor: REGINE LOTTERER | 08.02.2012

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