Zweckverband für die Schule gegründet

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Schulleiter Jörg Bizer (links) zusammen mit den Vertretern der beiden Gemeinden samt den Bürgermeistern Matthias Winter und Siegmund Ganser bei der Gründungsversammlung des Zweckverbandes im Böhringer Rathaus.  Foto: 

Für Römersteins Bürgermeister Matthias Winter war es schon „etwas besonderes, das nicht alltäglich ist“: Die Gründung des interkommunalen Zweckverbandes für die Gemeinschaftsschule Vordere Alb, welchen nun die Gemeinden Römerstein und Hülben auf den Weg gebracht haben. Die Gründungsversammlung fand am Montagabend im alten Sitzungssaal des Böhringer Rathauses statt.

Bürgermeister Winter nutzte dabei die Gelegenheit, nochmals auf die bildungspolitischen Umbrüche der jüngsten Vergangenheit zurückzuschauen. „Wir hatten eine sehr gute Schule, die wir gemeinsam zur Werkrealschule weiterentwickelt haben“, erinnerte Winter. Lange habe diese Schule mit den Standorten in Böhringen und Hülben „gegen den Trend“ stabile Schülerzahlen vorweisen können, doch habe die frühere grün-rote Landesregierung „andere Trends gesetzt“ und die Werkrealschule im „öffentlichen Ansehen beschädigt“.

Auch wenn die Landesregierung keine Schulen geschlossen habe, seien die Albgemeinden damit zum Handeln gezwungen worden: „Wir wollten unsere Schule nicht in die Abwicklung geben, schließlich befinden wir uns inzwischen in einem Wettbewerb mit anderen Kommunen um die Schüler.“ Deshalb habe man sich entschieden, auf die neue Schulform der Gemeinschaftsschule zu setzen. „Wir glauben, dass unsere Schule das wert ist.“ Das pädagogische Konzept sei überzeugend, die ersten Schülerzahlen mit der prompten Zweizügigkeit der Schule ebenfalls. Auch hätten die Gemeinden entsprechend in ihre Schulgebäude investiert. „Wir haben allein in Römerstein vier Millionen Euro investiert“, sagte Winter, der eine „kostenmäßige und terminliche Punktlandung“ ankündigte.  Investitionen, die „ohne wenn und aber richtig“ seien.

Die Gründung des Zweckverbandes sei nun ein weiterer „historischer Meilenstein“ in der Geschichte der Gemeinschaftsschule, erklärte Winter. Vertreter der beiden Gemeinderäte, Schulleiter Jörg Bizer sowie Bürgermeister Matthias Winter und sein Hülbener Kollege Siegmund Ganser stimmten zunächst einstimmig für die Satzung des neuen Zweckverbandes, ehe der Haushalt für das Jahr 2017 verabschiedet wurde.

Verrechnet werden darin unter anderem die Landesmittel für die Schüler, die Personalkosten für Sekretariat und Mittagspausenbetreuung sowie die anteilige Vermietung der Flächen der Schulgebäude zwischen den beiden beteiligten Gemeinden.  Vor allem die Personalkosten sieht Ganser indes als steigenden Posten, sollte es zu dem diskutierten Rechtsanspruch für die Ganztagesbetreuung der Schüler kommen. Eine weitere Herausforderung für Hülben: Die Mensa kommt bereits an ihre Kapazitätsgrenze.

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