Wo sich die Fledermaus zur Ruhe legt

Um das Leben der Fledermäuse und die Forschungen im Schwarzmooskogel-Höhlensystem geht es beim Gäste- und Informationsabend der Arge Grabenstetten am kommenden Samstag, 14. November.

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Jährlich lädt die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten Mitte November zu ihrem Gäste- und Informationsabend in die Falkensteinhalle nach Grabenstetten (Kreis Reutlingen) ein. Zumeist fällt dieser Termin auf den Beginn der besonderen Schutzzeit für Fledermäuse, die jetzt allmählich in ihren Winterschlaf hineindämmern und bis Mitte April nicht gestört werden dürfen. Die Fledermäuse sind deshalb in diesem Jahr auch Thema am Gästeabend. Der Diplom-Biologe Erwin Rennwald wird sich mit dem Leben der Fledermäuse in den Höhlen, aber auch außerhalb von Höhlen befassen. Zur Schutzzeit kann schon soviel verraten werden, dass viele Albhöhlen ab sofort für Höhlengeher gesperrt sind oder mit Gittertüren verschlossen werden. Die Schauhöhlen stellen ihren Betrieb über die kalte Jahreszeit ein.

Fledermäuse, so informiert vorab Christoph Gruner, der stellvertretende Vorsitzende der 150 Mitglieder zählenden höhlenkundlichen Vereinigung, gehören zu den besonders bedrohten und damit überaus schützenswerten Tiergattungen. Dennoch kommt diese Einsicht für bestimmte Arten bereits zu spät. "Die meisten Fledermäuse überwintern in Höhlen. Dabei reduzieren sie ihre Herzfrequenz immens. Bei jeglicher Störung wachen die Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf auf und können in der kalten Jahreszeit keine Nahrung mehr finden", sagt Christoph Gruner.

Deshalb sollten Höhlen in den Wintermonaten möglichst nicht aufgesucht werden. Auch die Höhlenforscher, so Gruner weiter, würden sich in ihrer Forschungstätigkeit in den Wintermonaten beschränken. Naturfreunde und Wanderer werden ebenfalls aufgefordert, Besuche von Höhlen zu vermeiden, um die Kleinsäuger nicht zu stören. Das zweite Thema des Vortragsabend beinhaltet die Forschungen schwäbischer Höhlenforscher im riesigen Schwarzmooskogel-Höhlensystem. Es ist das zweitlängste Höhlensystem Österreichs mit über 114 Kilometer Länge. Mitglieder der Arge Grabenstetten finden in diesem Labyrinth immer wieder neue Gänge und Teilsysteme. Einlass zum Gästeabend in der Falkensteinhalle ist am Samstag, 14. November, ab 18 Uhr, die Vorträge beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Info An der Buchtheke sind nach Auskunft der Veranstalter wieder höhlenkundliche und regionalgeologische Schriften erhältlich. Auch der Höhlenkalender "Unterwelten 2016" und das aktuelle Jahresheft der Arge Grabenstetten sind erhältlich. Der Verein bietet auch überzählige Literatur aus seinem Archiv an.

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