Westwind bremst die Flieger von der Alb Freude über erfolgreichen Nachwuchs

Auf und ab ging es für die Flieger aus Grabenstetten in den vergangenen Wochen nicht nur im Segelflugzeug: Auch in der Tabelle der zweiten Segelflug-Bundesliga gab es abwechselnd Gewinne und Verluste.

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Die achte Runde der Segelflug-Bundesliga war am Samstag zunächst von starkem Westwind geprägt. Den größten Flug von Grabenstetten aus schaffte Christian Fisahn mit 432 Kilometern über Alb und Schwarzwald. In der Geschwindigkeitswertung lag er aber auf Platz zwei hinter Nico Walker, der seinen Platz an der Spitze fest gebucht zu haben scheint: In jeder Liga-Runde bisher war er der schnellste oder zweitschnellste der Grabenstetter Piloten. Er erreichte 77 Stundenkilometer, doch mit dem starken Wind hatte auch er seine Schwierigkeiten: "Erst nach dem dritten Start an der Seilwinde fand ich Thermik und konnte oben bleiben. Dann habe ich mich mühsam gegen den strammen Südwestwind bis zum Schluchsee vorgekämpft", kommentiert er seinen Flug.

Starker Wind sorgt bei den Segelfliegern oft für Schwierigkeiten. Wenn sie gegen den Wind fliegen müssen, werden sie vom Wind gebremst und brauchen mehr Höhe für die selbe Strecke. Während sie in Aufwinden kreisend Höhe gewinnen, werden sie vom Wind nach hinten zurückgetrieben. Wer mit Rückenwind losfliegt, kann leichter eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen, aber für eine Rückkehr zum Startflugplatz kommt man um einen Gegenwindabschnitt nicht herum.

Am Sonntag riss die geschlossene Wolkendecke über der Alb zu spät auf, sodass keine Streckenflüge mehr möglich waren. Die Kollegen von der SFG Singen nutzten die Aufwinde über der Alb besser: Ihnen gelangen Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. Den Rundensieg holte sich der SFV Mannheim. Mit Platz 19 in dieser Runde sind die Flieger von der Vorderen Alb nicht ganz zufrieden. In der Tabelle verliert Grabenstetten zwei Plätze und befindet sich nun wieder auf Platz 15 von 30.

Erfreulich war das Wochenende in anderer Hinsicht: Die Flugschüler Sandro Süß aus Wittlingen und Timo Netz aus Hochwang haben ihre praktische Flugprüfung bestanden. In weniger als einem Jahr haben sie am Flugplatz Grabenstetten die Ausbildung zum Segelflieger absolviert. In Zukunft werden sie die FLG Grabenstetten in der Liga mit dem eigenen Flugschein in der Tasche unterstützen.

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