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Wer ein altes Haus besitzt und dieses steht womöglich unter Denkmalschutz, der tut sich oftmals schwer, wenn er es denn fachgerecht sanieren möchte. Wie fängt man so etwas an, auf was muss man achten?

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In der Beurener Ortsmitte gibt es viel historische Bausubstanz. Foto: Privat

Fragen über Fragen. Aus diesem Grund hatte der "Verein historisches Beuren" im März gemeinsam mit der Gemeinde Beuren und einem Vertreter der Stadtentwicklung Südwest/STEG zu einer Veranstaltung unter dem Motto "Altes Haus - was nun? Was tun?" ins Bürgerhaus Gebäudeeigentümer eingeladen, um über Möglichkeiten und Wege der Sanierung zu informieren.

Über dies und über weitere Aktivitäten des VHB informierte das Vorstandsmitglied Jürgen Kretzschmar die Anwesenden im Rahmen ihrer kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung. Als im Jahr 2012 die Gemeinde Beuren im Rahmen ihrer Aktion "Haus zu verschenken" für Furore sorgte, wurde der VHB insofern aktiv, indem sie verschiedene Investoren auf die Verschenkaktion der Gemeinde Beuren aufmerksam machte. Diese beteiligten sich dann neben vielen anderen am Auswahlverfahren. Eine der Firmen erhielt dann auch den Zuschlag. Weitere Verkäufe in der historischen Ortsmitte folgten danach.

Gemeinsam mit der Gemeinde Beuren überlegten dann der VHB, wie man auch die privaten Eigentümer dazu animieren könnte, ihr altes Haus zu sanieren. Der VHB freue sich, dass die Aktion den Markt für die historischen Gebäude in Bewegung brachte. Auf Grund der zugesagten Zuschüsse für Gebäude im Sanierungsgebiet III kann in der Ortsmitte wieder richtig investiert werden.

Trotzdem, so Kretzschmar in seinem Rechenschaftsbericht, muss noch viel getan werden. Als Beispiel griff er die Gebäude Linsenhofer Straße 5 und 7 heraus. Diese zwei ortsbildprägenden Gebäude stehen zum Verkauf. Dafür suche man dringend einen Investor, der bereit ist, diese zwei markanten Gebäude zu sanieren. Man sei zwar mit verschiedenen Interessenten schon ins Gespräch gekommen, auch wurde seitens dieser durchaus Interesse bekundet, aber richtig zugesagt habe noch keiner. Als Resümee kann man aber feststellen, dass so manches in Bewegung gekommen ist und man die Aussicht habe, dass sich die Ortsmitte von Beuren in den nächsten zwei Jahren positiv verändern wird.

Weitere Punkte im Bericht des VHB-Vorstandes waren die beschädigte Gruhbank beim Freilichtmuseum, die Aktion "Farbtupfer" vom Verein "Miteinander-Füreinander Beuren", das für den VHB wieder erfolgreiche Brunnenfest in der Beurener Ortsmitte, der unterhaltsame Abend mit dem Ur-Beurener Walter Buck und die Restaurierung der historischen Brunnenfahne, die in diesem Frühjahr abgeschlossen werden konnte.

Zum Schluss vermeldete Kretzschmar noch, dass der VHB heuer zehn Jahre alt wird. Dieses Jubiläum wolle man aber jetzt nicht groß feiern, sondern der VHB möchte die Mitglieder aber auch andere interessierte Menschen zur Ausstellung "1514 - Macht, Gewalt, Freiheit - Der Vertrag zu Tübingen in Zeiten des Umbruchs" in die Kunsthalle Tübingen einladen. Die Ausstellungskonzeption wurde unter anderem von Andreas Schmauder mit konzipiert, der als Autor auch beim Jubiläumsbuch für Beuren anlässlich der 700 Jahr-Feier im Jahr 2004 mitgewirkt hat.

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