Wehr ehrt Fritz-Otto Röpke

Bei der Hauptversammlung der Upfinger Feuerwehr schauten die Kameraden auf ein erfolgreiches Jahr zurück und ehrten Fritz-Otto Röpke. Er verabschiedete sich nach 46 Jahren aus dem aktiven Dienst.

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Ehrenkommandant Fritz-Otto Röpke wird von Abteilungskommandant Daniel Failenschmid aus dem aktiven Dienst verabschiedet.  Foto: 

Seit 46 Jahren und damit seit knapp einem halben Jahrhundert trägt Fritz-Otto Röpke die Uniform der Upfinger Feuerwehr. Unter anderem war er 25 Jahre lang Abteilungskommandant. Am Freitag nun ging eine weitere Ära, die mit seinem Namen verbunden ist, zu Ende. Offiziell und feierlich wurde er aus dem aktiven Dienst der Wehr verabschiedet. Er hat die Altershöchstgrenze von 65 Jahren erreicht.

Die ehrende Verabschiedung durch Abteilungskommandant Daniel Failenschmid, unter großem Beifall seiner Kameraden, war der emotionalste Moment, aber nicht der einzige Tagesordnungspunkt. Die Floriansjünger kamen auch zusammen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Insgesamt acht Mal wurden sie zu Einsätzen gerufen und damit acht Mal öfter als noch 2014. Mal qualmte ein Balken wegen eines zu heißen Ofenrohrs, mal mussten sie einen Brand im Motorraum eines Fahrzeugs löschen, um ein Übergreifen des Feuers auf eine Scheune zu verhindern.

Häufigster Einsatzort für die Kameraden der Wehr war jedoch der Upfinger Häckselplatz. Zu drei Einsätzen rückten sie an, nachdem sich Grüngut entzündet hatte. Der Aufruf, bei der Entsorgung von Asche Vorsicht walten zu lassen, verhallte bislang offenbar weitgehend ungehört.

Aktiv waren die unverändert 25 Mitglieder der freiwilligen Wehr auch bei zahlreichen Übungen. Luft nach oben sieht Failenschmid allerdings bei der Beteiligung. Die Quote ist 2015 erneut gesunken. Verbesserungspotential macht er auch in Sachen Nachwuchs aus. Er forderte auf, gezielt auf junge Menschen zuzugehen und für den Feuerwehrdienst zu werben. Dass dabei, neben technischem Wissen auch die Kameradschaft im Mittelpunkt steht, illustrierte Schriftführer Marcel Glaß mit dem Bericht über den gemeinsamen Skiausflug an den Wilden Kaiser. Die Männer leisteten darüber hinaus zahlreiche Dienste, etwa beim Zeltaufbau während der St. Johanner Gewerbeschau und gaben bei Festauftritten in Münsingen oder erstmals beim Bad Uracher Schäferlauf ihre Visitenkarte ab.

Dafür, aber auch für die stete Bereitschaft, sich für in Not geratene Menschen einzusetzen, danke ihnen Failenschmid. Dem schloss sich neben dem stellvertretenden Kommandanten der Gesamtfeuerwehr St. Johann, Frank Mistele, auch Upfingens Ortsvorsteher Helmut Schepper an: "Danke, dass ihr da seid, wenn man euch braucht." Gerade die Ortsteilwehren seien es, so Schepper, die schlagkräftig für schnelle Hilfe sorgten. Er nahm damit Bezug auf Diskussionen, die er dräuen sieht und die eine Zentralisierung der St. Johanner Wehr aus Kostengründen zum Inhalt haben.

An Schepper war es auch, die Entlastung des Vorstands vorzunehmen. Die ehrenamtlichen Helfer hoben geschlossen ihre Hände, nachdem sie den Geehrten des Abends Beifall spendeten: Neben Fritz-Otto Röpke wurde auch Hartmut Feucht mit Dank und Wehmut aus der Abteilung verabschiedet. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden John Feucht und Eberhard Nau ausgezeichnet. Bernd Mast wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Der heimliche Star des Abends war jedoch Fritz-Otto Röpke, das Urgestein der Upfinger Wehr oder wie ihn Schepper nannte, "die Zuverlässigkeit in Person". Er selbst bedankte sich, wie es seine Art ist. Er ließ Taten statt Worte sprechen: Die Getränkerechnung des Abends ging auf ihn.

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