Was ist Deine Geschichte Hülben?

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Zwei Filmemacher wollen Hülbener Geschichten aufspüren. Foto: Archiv/Kiehl  Foto: 

Historische Dokumente im Allgemeinen und speziell Fotografien oder Filmstreifen haben eine besondere Eigenschaft. Je älter sie sind, desto wertvoller werden sie. Ob beim Studium längst vergilbter Fotoalben am Kaffeetisch oder wenn der alte Filmprojektor ratternd verwackelte Szenen an die Wand wirft, gelingt der Blick in den zeitlichen Rückspiegel. Vergangene Tage, wie auch ihre Protagonisten, erscheinen plötzlich wieder nah- und greifbar.

Nicht anders ist das beim Hülbener Heimatfilm. 1958 gedreht, porträtiert er die Gemeinde und seine damaligen Bewohner und ist als ein wertvolles historisches Zeugnis nicht mehr wegzudenken aus dem kollektiven Gedächtnis des Orts. 2018 jährt sich sein Erscheinen zum 60. Mal. Anlass für Bürgermeister Siegmund Ganser über eine Wiederauflage nachzudenken – mit dem Blick von heute. Und den sollen die beiden Filmemacher Christian Hünemörder und Frieder Scheiffele auf die Albgemeinde in Bild und Ton werfen. Mit der Produktionsfirma Schwabenlandfilm GmbH mit Sitz in Dettingen hat sich Letzterer vor allem mit der Serie „Laible&Frisch“ einen klangvollen Namen gemacht. Beide produzierten darüber hinaus zahlreiche Dokumentar- und Spielfilme für Kino und Fernsehanstalten. „Dolores“ etwa, wurde jüngst für den Grimme-Preis nominiert.

Am Dienstag stellten sich beide dem Hülbener Rat vor, ein fertiges Konzept für die Neuauflage des Heimatfilms 2018 hatten sie indes noch nicht in petto. Und das aus gutem Grund: Sie wollen mit dem Blick von außen und zusammen mit den Hülbenern selbst Einsichten gewinnen und Ideen entwickeln. „Wir wollen ihnen kein ‚Schema F’ überstülpen“, erklärte Scheiffele die offene Herangehensweise. Deshalb haben sie einen vierstündigen Workshop anvisiert. Von ihm erhoffen sich die Filmemacher Geschichte(n) aus erster Hand, aber auch den ein oder anderen Mitstreiter.

Mit einstimmigem Votum machte der Rat rund 1200 Euro frei, die für die Organisation des Workshops anfallen. Zuvor wurde der Projekteinstieg vielstimmig goutiert. Nicht zuletzt von Bürgermeister Ganser selbst. Für ihn ist die erneute filmische Dokumentation des Dorflebens eine große Chance die Hülbener Originale von heute und ihre Geschichten auf Film zu bannen und damit der Nachwelt zu hinterlassen. „Das muss erzählt werden – sonst geht so viel verloren“, betonte er. „Es kann etwas Tolles entstehen. Es liegt aber an uns Hülbenern“, lud er alle schon jetzt ein, am Gemeinschaftsprojekt mitzudenken und mitzuarbeiten. Die Generation, die sich dann in 60 Jahren über den Film beugen wird, werden es ihnen sicher danken.

Jahre alt wird der Hülbener Heimatfilm 2018. Nun können die Hülbener aktiv an der filmischen Neuauflage mitarbeiten. Ihre Geschichte(n) sind bei einem Workshop gefragt.

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