Viel Geld für die Kinderbetreuung

Der Kindergarten Hofener Weg war zweifaches Thema im Grabenstetter Gemeinderat. Für eine "TigeR"-Gruppe gab es bisher keine offizielle Anfrage. Sie könnte erst realisiert werden, wenn die Räume saniert sind.

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Gleich zwei Mal an einem Abend kam das Thema Kindergarten Hofener Weg zur Sprache in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Einmal wegen der Auftragsvergabe zur Gestaltung der Außenanlagen und zum Schluss wegen der Genehmigung der örtlichen Bedarfsplanung.

Dabei stellte Gemeinderat Alfred Sprenger die Frage, warum es eigentlich bislang keine "TigeR"-Gruppe gebe. Die konnten Bürgermeister Harald Steidl und Kämmerin Carina Maldoner ganz einfach beantworten: "Es gab noch keine Anfrage im Rathaus". Steidl fügte hinzu, dass außerdem, falls einmal Bedarf besteht, die geeigneten Räume erst saniert werden müssten.

Es zeigte sich aus Wortmeldungen einzelner Räte, dass eventuell auf dem Spielplatz oder bei anderen Gelegenheiten vielleicht untereinander inoffiziell über das Thema "TigeR", das ist die Abkürzung für Tagesbetreuung in anderen geeigneten Räumen, gesprochen wurde, aber niemand im Rathaus als Ansprechpartner nachgefragt oder Bedarf angemeldet habe.

Die mit der evangelischen Kirchengemeinde als Kindergarten-Träger abgestimmte und vom Gemeinderat nun genehmigte Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2015 sieht eine dreigruppige Regelung vor, bestehend aus drei Regelgruppen und einer Nestgruppe. Auch für 2016 erweisen sich die drei Gruppen als "weicher Standortfaktor" weiterhin als sinnvoll und sollen trotz der angespannten Finanzlage der Gemeinde als Betreuungsangebot beibehalten werden, so das Fazit der Beratungen. Insgesamt schlagen für 2015 nach Abzug aller Zuweisungen die Kosten für die Kinderbetreuung inklusive Tagesmütterbetreuung voraussichtlich mit 168 300 Euro für die Gemeinde zu Buche.

Fast 153 000 Euro muss die Gemeinde außerdem für die Gestaltung der Außenanlagen des Kindergartens zahlen. Soviel kosten die Arbeiten laut günstigstem Angebot für die Ausführung des mit Erzieherinnen, Eltern, Kindergarten-Ausschuss und Landschaftsarchitekt geplanten Entwurfs. Im Haushalt eingestellt waren 172 000 Euro. Einen Antrag auf Fördermittel hat die Verwaltung gestellt. Die Arbeiten sollen im Sommer ausgeführt werden. Auf Nachfrage von Sonja Pelz wurde bekanntgegeben, dass kein ortsansässiger Betrieb ein Angebot abgegeben habe.

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