Vermisste finden und Hilfe koordinieren

Die Bereitschaft des Römersteiner Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat sich Anfang dieser Woche im Rahmen eines Dienstabends ausführlich über die Arbeit des DRK-Suchdienstes informiert.

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Caro Feucht gab interessante Einblicke in die Arbeit des Suchdienstes des DRK.  Foto: 

Vertreten wird der Suchdienst im Landkreis Reutlingen durch das Kreisauskunftsbüro des DRK-Kreisverbandes. Dessen zwölf ehrenamtliche Helfer haben ihren Standort im Katastrophenschutzzentrum in Pfullingen. Um bei einem Schadensereignis auch direkt vor Ort tätig werden zu können, steht ein Einsatzfahrzeug mit einem eigenständigen Computernetzwerk und mehreren Fernmeldeverbindungen bereit.

"Ungewissheit über den Verbleib eines geliebten Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid", erklärt die Leiterin des Kreisauskunftsbüros, Caro Feucht, den Römersteiner Rotkreuzlern den Grundgedanken des DRK-Suchdienstes. Daher suchen dessen Helfer Angehörige, die durch Konflikte und Katastrophen getrennt wurden und sind bemüht, sie wieder miteinander in Verbindung zu bringen. So werden immer noch Suchanträge nach Vermissten des zweiten Weltkrieges angenommen. Immer wieder kommt es vor, dass der DRK-Suchdienst nach 70 Jahren ein Schicksal aufklären kann. Da das Rote Kreuz eine internationale Hilfsorganisation ist, werden auch Suchanfragen nach Angehörigen, die von aktuellen Konflikten in der Welt betroffen sind, bearbeitet.

Häufiger registriert das Kreisauskunftsbüro jedoch Verletzte und unverletzte Betroffene sowie Einsatzkräfte bei größeren Schadenslagen. Grund für die Datenerfassung ist hier nicht nur die Suche nach Angehörigen: Die Hilfe des Roten Kreuzes orientiert sich an der Not der Betroffenen und versucht, den dringendsten Fällen zuerst zu helfen. Auch helfen die Daten, bei längeren Einsätzen Verpflegung und Unterbringung von Betroffenen und Helfern sicherzustellen.

Selbstverständlich wird beim DRK-Suchdienst der Datenschutz beachtet: "Grundsätzlich werden keine Auskünfte am Telefon gegeben. Vorher muss das berechtigte Interesse geprüft werden", so Feucht. Die Bearbeitung einer Anfrage nimmt daher auch dann etwas Zeit in Anspruch, wenn alle Daten zu der gesuchten Person bereits vorliegen.

Das DRK Römerstein besichtigt im Rahmen der Fortbildung regelmäßig andere Einsatzformationen und informiert sich über deren Aufgaben und Ausrüstung. "Wissen, was der andere kann, vermeidet im Einsatz Reibungen und hilft damit auch unseren Patienten", erklärt der DRK-Bereitschaftsleiter Martin Class.

Die Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Römerstein besteht derzeit aus zehn aktiven Mitgliedern und einem freien Mitarbeiter. Ein Einsatzschwerpunkt ist die Unterstützung des Rettungsdienstes im Rahmen des Helfer-vor-Ort-Programms.

Derzeit befindet sich auch eine Gruppe des Jugendrotkreuzes im Aufbau. Die Jugendlichen treffen sich jeden zweiten Montagabend in der Böhringer DRK-Unterkunft zum gemeinsamen Gruppenabend.

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