Verkehr und Holzlagerung

Die Freien Wähler stellen derzeit die stärkste Fraktion im Gemeinderat. Herausforderung und Verpflichtung für den Fraktionsvorsitzenden Dr. Rolf Hägele. Die 16 Kandidaten der FWV stellten sich jetzt vor.

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    Die Freie Wählervereinigung Dettingen präsentierte ihre Kommunalwahl-Kandidaten im Bürgerhaus. Foto: Carola Eissler
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Sollte das Interesse der Bürger an der Kandidatenvorstellung ein Gradmesser für den Ausgang der Kommunalwahlen sein, dann stünden die Chancen der Freien Wähler nicht schlecht. Jedenfalls fanden sich am Dienstagabend zahlreiche Interessierte im Bürgerhaus ein, um die 16 Kandidaten der FWV kennen zu lernen und kräftig zu diskutieren.

"Die politische Arbeit hat sich in den vergangenen Jahren verändert", verdeutlichte Dr. Rolf Hägele. "Früher haben wir über einzelne Themen entschieden, heute greifen die Themen ineinander." Hägele gab einen Überblick über die Herausforderungen, denen sich der Gemeinderat in der vergangenen Amtszeit konfrontiert sah und die auch in Zukunft die Kommunalpolitik bestimmen werden: die Veränderung der Schullandschaft, der Beginn der Kinderbetreuung mit null Jahren, die Siedlungsentwicklung, die Verkehrspolitik. Hägele betonte, die FWV sehe "die Familie als Mittelpunkt, jedoch genauso Alleinerziehende und andere Lebensformen". Für die Schillerschule werde man "richtig viel Geld in die Hand nehmen müssen".

Nach der Vorstellung der Kandidaten, zwölf Männer und vier Frauen, wurde die Diskussionsrunde eröffnet. Und die gestaltete sich recht lebendig. Die brennendsten Probleme für die Bürger: Verkehr, Holzlagerung und die Bebauung im Ort.

Mit dem Wort katastrophal beschrieb eine Bürgerin die derzeitigen Verkehrsverhältnisse in der Kommune. Und forderte in diesem Zusammenhang ein stärkeres Durchgreifen des Vollzugsdienstes. Ein anderer Bürger beklagte den Mangel an Parkplätzen. Die derzeitigen Gemeinderäte der FWV verwiesen auf das Verkehrskonzept, das noch in diesem Jahr auf den Tisch kommen soll. Gleichzeitig appellierten Gemeinderäte auch an die Dettinger, "das Auto so zu stellen, dass niemand belästigt wird", so Ulrich Hiller. Hägele verwies darauf, dass ein Mehr an Kontrollen "auch immer eine Gratwanderung ist". Denn: "Wir wollen den Leuten nicht gleich einen Zettel verpassen, nur weil sie mal fünf Minuten etwas abholen." Angesprochen auf den Durchgangsverkehr betonte Hägele, dieser sei nicht das Problem in der Gemeinde. "Unser Problem ist der Ziel- und Quellverkehr."

Wegen Holzlagerungen in größerem Ausmaß wurden jetzt rund 70 Grundstücksbesitzer angemahnt. Ein Umstand, den ein Bürger als ein annäherndes Gewerbeverbot bezeichnete. "In Dettingen gibt es keine Lagerflächen für Holz." Hägele betonte, man sei derzeit dabei, nach einer Lösung zu suchen, "möglicherweise könnte man eine Sondernutzung ausweisen". Allerdings setze dies die Zustimmung der Naturschutzbehörde und weiterer beteiligter Behörden voraus.

Kritisiert wurde aus den Reihen der Bürger der Neubau des Wohnprojekts "Sorglos wohnen" auf dem Bahnhofareal. "Ich unterstütze ja das Projekt. Aber das, was dort gebaut wird, geht zu weit", so ein Bürger. Hägele gab zu bedenken, dass bis zu 100 Menschen dort ein neues Zuhause finden. "Leute, die dann mitten im Ort wohnen. Zudem haben wir eine öffentliche Nutzung und Wohnungen der Kommunalen Wohnungsbau Gesellschaft." Hägele riet, zu warten bis das Gerüst entfernt und Fassadenfarbe angebracht sei.

Info Die Freien Wähler im Internet: www.fwv-dettingen-erms.de.

Freie Wähler Dettingen

Die FWV hat derzeit acht Sitze im Dettinger Gemeinderat. Für die Wahl am 25. Mai kandidieren: Ulrich Bauer, Wolfram Beck, Karl-Heinz Dirr, Dr. Rolf Hägele, Carolin Henne-Haag, Ulrich Hiller, Klaus Hirrle, Reinhold Müller, Björn Rupp, Martin Salzer, Frieder Scheiffele, Carmen Seeger, Ellen Stahl, Manuel Straßer, Elke Unverzagt, Peter Vaßen. Der Dettinger Gemeinderat besteht aus 18 Sitzen. Jeder Wähler hat also 18 Stimmen, wobei er einem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben kann.

SWP

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