TSV Grafenberg droht das "Aus"

Wenn niemand der 881 Mitgliedern des TSV Grafenberg bereit ist, Führungsverantwortung zu übernehmen, droht die Liquidation des Vereins.

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    Blicken sorgenvoll in die Zukunft: Wolfgang Vöhringer. . .
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    . . . und Hans-Ulrich Wahl. Fotos: Mara Sander
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Rechtzeitige Ankündigungen von Wolfgang Vöhringer und Hans-Ulrich Wahl als Vorsitzende des TSV Grafenberg nicht mehr zur Verfügung zu stehen und das Ausscheiden von Heinz Gugel bereits im letzten Jahr haben nicht bewirkt, dass Nachfolger gefunden werden konnten. Das Gleiche gilt für Schriftführerin Sabine Bartl, deren Amt ebenfalls bei der Hauptversammlung nicht wieder besetzt werden konnte. Auch für die Ämter der laut Satzung in diesem Jahr neu zu wählenden Ausschussmitglieder gab es viele Absagen, bevor sie besetzt werden konnten.

Damit ist der TSV Grafenberg wenigstens zunächst noch handlungsfähig, aber es droht schlimmstenfalls die Liquidation, wenn es dem nun amtierenden Ausschuss nicht gelingt, einen Vorstand einzusetzen. Dazu muss nun eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. "Ohne Vorstand folgt zwangsläufig Liquidation", wies Wolfgang Vöhringer auf das Vereinsrecht hin und machte bewusst, dass ein möglicherweise noch einzusetzender Notvorstand Geld kosten würde. Doch das Finanzielle steht nicht einmal im Vordergrund, hat es Verein doch geschafft, dass trotz angespannter Finanzlage durch Sanierungskosten in den vergangenen Jahren erstmals Rücklagen gebildet werden können. "Es ist ein Trauerspiel, wenn ein so großer Verein nicht in der Lage ist, ein paar Posten zu besetzen", so Vöhringer.

Bisher verlief die Suche nach Nachfolgern unter den derzeit 881 Mitgliedern ergebnislos. Die Krise gipfelte bei der Hauptversammlung am Freitag darin, dass es auch unter den anwesenden 76 Mitgliedern viele Absagen auf Wahlvorschläge gab und nur Ausschussmitglied Rolf Euchner sich bereit erklärte, für ein Jahr das Amt zu übernehmen mit der Bedingung, dass sich mindestens ein zweiter Freiwilliger finden würde. Doch es meldete sich niemand. Lediglich bei den satzungsmäßig zur Wahl anstehenden Ämtern im Ausschuss zeichnete sich ein Hoffnungsschimmer ab, da trotz vieler Absagen bei den Wahlvorschlägen letztendlich doch alle Posten besetzt werden konnten.

Jetzt gibt es nur noch eine letzte Chance für den Verein, sich vor dem drohenden Aus zu retten: Indem sich schnellstens Mitglieder bereit erklären, Verantwortung zu übernehmen. "Wo sind die Leute, die Steine in den Weg werfen und kritisieren, alles besser machen wollen?", rief Heinz Gugel dazu auf Flagge zu zeigen. "Jetzt kommt doch raus aus den Löchern und sagt, wir machen weiter. Jetzt gilts", versuchte er bisherige Kritiker wachzurütteln.

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