Trinkwasser: Eventuell Bakterien

Das Trinkwasser in Kohlberg und Kappishäusern ist eventuell bakteriell verunreinigt. Schuld ist ein Defekt am Hochbehälter. Die Gemeinde ruft zu Vorsichtsmaßnahmen auf.

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Das Trinkwasser in Kohlberg und Kappishäusern wird derzeit auf Keime untersucht. Das Gesundheitsamt rät, das Wasser abzukochen.  Foto: 

Eine Umgehung am Hochbehälter Raupental mit Vertretern des Gesundheitsamtes Esslingen brachte es gestern ans Licht: Im Trinkwasser der Gemeinde Kohlberg und in Neuffens Stadtteil Kappishäusern finden sich möglicherweise Bakterien. Schuld an den Verunreinigungen könnte ein technischer Defekt am Hochbehälter sein, der die beiden Orte mit Wasser versorgt, sagte Kohlbergs Bürgemeister Rainer Taigel auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Gemeinde Kohlberg und das Gesundheitsamt Esslingen rugen die Bürger der beiden Gemeinden deswegen zu Vorsichtsmaßnahmen auf: Das Trinkwasser sollte bis auf Weiteres nur abgekocht getrunken werden. Die Experten empfehlen, einen Wasserkocher zu verwenden und das Wasser nach dem Kochen mindestens zehn Minuten abkühlen zu lassen. Auch für die Zubereitung von Essen, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden sollte ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden. Für alle anderen Zwecke könne das Wasser ohne Einschränkungen genützt werden, teilt die die Gemeinddeverwaltung in Kohlberg mit.

Wann genau die Verantwortlichen Klarheit über den Zustand des Trinwassers haben werden, vermag Kohlbergs neuer Rathauschef Rainer Taigel noch nicht zu sagen. Labor-Fachleute haben gestern Wasserproben am Hochbehälter gezogen. „Bis die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, kann es jedoch zwei, drei Tage dauern“, erklärt Taigel. Aus Sicherheitsgründen habe die Verwaltung rasch reagiert: Um Firmen und Privatverbraucher zu informieren, sind Handzettel verteilt worden, auch die Feuerwehr war im Ort unterwegs. Auf Anordnung des Gesundheitsamts im Landkreis Esslingen wird dem Trinkwasser vorübergehend Chlor als Zusatzstoff zur Desinfektion (im zulässigen Rahmen der Trinkwasserverordnung) zugegeben. Es könne dadurch hzu leichten Geruchs- und Geschmacksveränderungen kommen, gesundheitliche Bedenken bestehen aber nicht.

„Wir gehen davon aus, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt“, so der Bürgermeister weiter. Bereits vergangene Woche hatten die Experten des Gesundheitsamtes Proben des Kohlberger und Kappishäuser Trinkwassers gezogen. Damals habe es keine Beanstandungen gegeben

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