Segelflieger punkten über dem Schnee

|
Südlich von Meßstetten schauten die Segelflieger auf die schneebedeckte Alb – und das am letzten Aprilwochenende.  Foto: 

Für die Segelflieger auf der Alb bot sich am vergangenen Wochenende ein für diese Jahreszeit ungewöhnlicher Anblick: Nicht nur dass die Wälder auf weiten Teilen der Alb noch kahl und braun sind, auch eine fast geschlossene Schneedecke auf den höher gelegenen Bereichen der westlichen Alb passte so gar nicht zum letzten Aprilwochenende.

Gute Aufwinde

 Doch die kühle Luft lässt sich schnell von der Sonne erwärmen und bildet dann gute Aufwinde, in denen die Grabenstetter Segelflieger im Kreisflug an Höhe gewinnen können, um dann weite Strecken im Gleitflug zurückzulegen. Obwohl die Wolken zeitweise recht dicht wurden und nur noch wenig Sonne durch ließen, so war der Samstag für die Segelflieger doch ein guter Tag.

Den schnellsten Flug schaffte Henrik Theiss: Der Nachwuchspilot flog schnurstracks in den Südschwarzwald bis zum Schluchsee und wieder zurück. Mit 89,9 Stundenkilometern gelang ihm der schnellste und somit punktstärkste Flug für Grabenstetten.

Frederik Widmaier erreichte ebenfalls am Samstag 88,6 Stundenkilometer, und am Sonntag, bei strahlendem Sonnenschein, legte das Team Katrin Pfleiderer und Patrick Kutschat im Doppelsitzer mit 89,7 Stundenkilometer nach und komplettierte somit die Liga-Wertung. Die drei schnellsten Flüge lagen nur 1,3 Stundenkilometer auseinander – das dokumentiert, wie hoch die Leistungsdichte in der Grabenstetter Segelflug-Mannschaft mittlerweile geworden ist.

Zwar nicht den schnellsten, aber den längsten und wohl erlebnisreichsten Flug schaffte Raphael Ladner. Er flog am Samstag in Richtung Süden, am Bodensee entlang bis nach Lindau – mit grandiosem Panorama-Blick über den See und die schneebedeckten Alpen, die in der klaren Luft zum Greifen nah schienen. Knapp 400 Kilometer brachte Ladner so zusammen. Nur selten herrschen so nah am Bodensee gute Segelflugbedingungen, und der gesperrte Luftraum des Flughafens in Friedrichshafen erfordert navigatorisches Geschick und die richtige technische Ausrüstung, um von den Fluglotsen gesehen zu werden und dem kommerziellen Flugverkehr dort nicht zu nahe zu kommen.

 Die Flieger aus Dettingen/Teck und Laichingen landeten auf den Rundenplätzen neun und zehn und liegen auch in der Tabelle vor Grabenstetten auf den Rängen acht (Dettingen) und elf (Laichingen). Der FSV Tübingen patzte in dieser Runde der zweiten Segelflug-Bundesliga: Nur zwei statt drei Wertungsflüge führten zum vorletzten Platz und zum Verlust von acht Plätzen in der Tabelle (jetzt auf 16).

Die dritte Runde in der zweiten Bundesliga schließt Grabenstetten auf dem zwölften Platz ab. Damit klettern die Flieger von der Vorderen Alb in der Tabelle um drei Plätze nach oben und stehen dort auf Rang zwölf. Angeführt wird die Tabelle nach wie vor von der SFG Stadtlohn (Münsterland, NRW).

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Die Stimme der Toten

Vor wenigen Tagen war im Fernsehen ein amerikanischer Kriegsfilm zu sehen, der in kaum zu ertragender Detailtreue zeigte, wie qualvoll Soldaten auf dem Schlachtfeld sterben. weiter lesen