Segelflieger machen Tempo Grabenstetter Flieger unterwegs

In der vorletzten Runde der zweiten Segelflug-Bundesliga ging es nochmal kräftig aufwärts für die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten.

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Der Samstag bot sehr gute Bedingungen für die Segelflieger. In starken Aufwinden kreisend stiegen die Piloten schnell in die Höhe und verwandelten dann ihre Höhe im Geradeausflug in Kilometer und Geschwindigkeit. Bei sehr gutem Segelflugwetter, wie es am Samstag über der Alb vorherrschte, reihen sich die Aufwinde oft hintereinander auf zu regelrechten "Aufwindstraßen". Diese Aufreihungen sind für den Segelflieger das, was Autobahnen für den Autofahrer sind: Mit hoher Geschwindigkeit legen sie darin lange Strecken im Geradeausflug zurück und kommen besonders schnell vorwärts.

Raphael Ladner gelang das diesmal am besten: Zwischen Südschwarzwald und Ostalb flog er gleich mehrfach hin und her und legte eine Flugstrecke von 582 Kilometern zurück.

Dabei war er mit durchschnittlich 114 Stundenkilometern sehr schnell unterwegs. Auch Erich Sigel, einer der erfahrensten Piloten der Fliegergruppe, zeigte mit zügigen 110 Stundenkilometern sein Können. Nachwuchspilot Severin Schneider, der zurzeit im sächsischen Zwickau an einem Streckenflug-Wettbewerb für Junioren teilnimmt, lieferte den dritten Beitrag zur Ligawertung mit seinem Wettbewerbsflug über dem Erzgebirge und der Oberpfalz. Mit knapp 90 Stundenkilometern war er dort allerdings deutlich langsamer unterwegs als die daheimgebliebenen Kollegen.

So brachten es die Grabenstetter in der vorletzten Runde der Liga auf Platz zehn. Auch der Rundensieg ging diesmal auf die Alb: Der FSV Gerstetten zeigte mit deutlich mehr als 120 Stundenkilometern, was alles möglich war an diesem Wochenende. Obwohl sie mit dieser Spitzenleistung nicht ganz mithalten konnten, kletterten die Piloten aus Grabenstetten in der Tabelle gleich um drei Plätze nach oben auf Rang elf.

An der Spitze hat sich die Fliegergruppe Blaubeuren abermals gegen den Luftsportverein Rinteln (Niedersachsen) durchgesetzt und steht nun wieder auf Platz eins. Somit wird es immer wahrscheinlicher, dass der Meisterschaftspokal nach dem Saisonfinale am kommenden Wochenende auf die Alb wandert.

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