Rainer Taigel meistert seine Premiere ganz souverän

Die erste Gemeinderatssitzung des neuen Kohlberger Bürgermeisters, Rainer Taigel, war geprägt durch Einmütigkeit in den Entscheidungen.

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Am Kindergarten Teckstraße muss einiges saniert werden.  Foto: 

Kurz und einstimmig verlief die erste Gemeinderatssitzung mit dem neuen Bürgermeister, Rainer Taigel, am Montag. In weniger als einer Stunde waren alle Themen ausdiskutiert und entschieden, so zum Beispiel auch der Beitritt zum Landschaftserhaltungsverband. Das geschah zwar mit kritischem Blick auf die mögliche Effektivität in Anbetracht der vielen Verbände und Vereine, aber dennoch einstimmig. „Wenn damit die Landschaftspflege unterstützt wird, dann ja“, so Andreas Queck. „Ich hoffe, dass es so funktionieren wird wie im Landkreis Reutlingen“, so Stefan Tremmel, der über gute Erfahrungen aus Reutlingen berichten konnte. Joachim Bloehs sieht die Gefahr einer „ineffizienten Struktur“, verwehrt aber den Beitritt nicht. Stefan Ade hatte die Finanzen im Blick. Der Beitrag von 200 Euro für Kohlberg „sollte nicht nach oben gehen.“

Einigkeit auch bei der Abstimmung über die Einführung des neuen Kommunalen Haushaltsrecht- und Rechnungswesens zum 1. Januar 2020 und der Betreuung durch das Rechenzentrum. Ursprünglich war ein Jahr früher geplant, aber nachdem Beuren aus der Kooperation mit Kohlberg, Erkenbrechtsweiler und Neuffen ausgestiegen ist, wurde neu beraten und der neue Termin festgesetzt, der ohnehin für alle Kommunen vorgeschrieben ist. Kämmerin Sylvia Zagst informierte über Einzelheiten aus dem Angebot des Rechenzentrums, aber es hatte nie wirklich zur Diskussion gestanden, die Betreuung an einen externen Dienstleister zu geben. „Finger weg, nur aus einer Hand. Das andere war überhaupt kein Thema“, fasste Jürgen Maisch die vorherigen Beratungen über mögliche andere Anbieter zusammen.

„Inzwischen sind auch Erfahrungen mit Kommunen vorhanden, die schon umgestellt haben“, sieht der neue Bürgermeister einen weiteren Vorteil in der Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrum. Die Umstellung sei deswegen besonders wichtig, weil man künftig „ressourcenorientiert planen“ könne und die Konsequenzen einer Entscheidung für die nachfolgenden Generationen darstellen müsse. „Deutlich mehr Transparenz“, so Taigel.

Lob für die Kämmerin, die alles sehr verständlich aufbereitet hatte, kam von Ulrich Immler. „Ich bin froh, dass wir so eine qualifizierte Fachkraft haben.“ Zagst hatte auch die Einzelheiten für die Anhebung der Gebührensätze in den Kindergärten und damit für die dritte einstimmige Entscheidung in dieser Sitzung übersichtlich aufbereitet und vor allem bewusst gemacht, dass trotz der moderaten Erhöhung keine Erhöhung des Deckungsbeitrags der Betriebskosten erreicht werden könne. Ziel seien 20 Prozent, aber derzeit werden erst 13 Prozent erreicht, und es würden ohne Erhöhung sogar noch weniger erreicht. Die Erhöhung um beispielsweise sechs Euro pro Monat bei einem Kind erfolgt in Abstimmung mit allen Beteiligten und auf Empfehlung der Landesverbände, die ebenfalls nach oben korrigiert haben. Da kam die Mitteilung der Verwaltung über die Zusage von rund 31 300 Euro Fördermitteln vom Land für die Sanierung der Außenfassade des Kindergartens Teckstraße gerade recht, denn Stefan Tremmel monierte insgesamt, „dass Land und Bund die Kommunen in den Ruin treiben zum Beispiel mit den  Kindergartengebühren“. Statt dass Eltern mehr zahlen müssen, sollte mehr Geld vom Land kommen.

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