Polen bringt Platz zwei für die Segelflieger

Den drohenden Abstieg haben die Segelflieger der Fliegergruppe Grabenstetten vorerst abgewendet. Über Polen gelang das bisher beste Saisonergebnis.

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Eines der großen Braunkohle-Tagebaugebiete nahe Cottbus, nahe an der polnischen Grenze.  Foto: 

Ein Flug von Brandenburg nach Polen brachte am vergangenen Samstag Rang zwei in der zweiten Segelflug-Bundesliga und somit das bislang beste Ergebnis der laufenden Saison für Grabenstetten.

Mit zwei doppelsitzigen und zwei einsitzigen Segelflugzeugen waren gleich sechs Piloten der Fliegergruppe auf einem Streckenflug-Wettbewerb im brandenburgischen Lüsse bei Bad Belzig, südwestlich von Berlin, unterwegs. Bei solchen Wettbewerben müssen die Piloten eine von der Wettbewerbsleitung vorgegebene Strecke um mehrere Wendepunkte abfliegen. Ziel ist es, die Strecke in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Bei erfolgreichem Abschneiden können sich die Flieger für die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug im kommenden Jahr qualifizieren.

Am Samstag war freies Training angesagt, und im Doppelsitzer vom Typ „Duo Discus“ schafften Severin Schneider und Marc Schneider mit knapp 96 Stundenkilometern den schnellsten Flug für die Liga-Wertung. Am riesigen Braunkohle-Tagebau bei Cottbus angekommen, entschieden sich die Piloten, ihren Flug über die Neiße hinweg nach Polen fortzusetzen. „Das Wetter über den polnischen Wäldern war richtig gut, das hat unseren Schnitt deutlich nach oben getrieben“, so Severin Schneider. Kurz vor Zielona Gora wendeten sie und flogen über die ostdeutschen Sandböden, in Fliegerkreisen weithin bekannt für gute Aufwinde, wieder zurück. Für die Bundesliga muss zwar der Großteil des Fluges in Deutschland stattfinden, doch kleine Ausflüge über die Grenze sind erlaubt, schließlich ist diese aus der Luft oft kaum zu erkennen und das Wetter interessiert sich ohnehin nicht für politische Grenzen.

Die anderen beiden Flüge für die Liga-Wertung kamen von Robert Häußler und Erich Sigel. Beide sind in der schwäbischen Heimat gestartet und erreichten über Alb und Donau 91 beziehungsweise 89 Stundenkilometer. In der Tabelle ging es damit nochmal drei Plätze nach oben: Grabenstetten steht jetzt auf Rang 21 und hat damit die Abstiegsränge bis auf weiteres hinter sich gelassen.

Den Rundensieg holte sich die Fliegergruppe Freudenstadt, die über dem Schwarzwald noch ein wenig schneller unterwegs war.

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